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Bergbau und Gewinnung

Förderwagner

Englisch: skipman

Der Arbeiter, der den Förderwagen in einem Bergwerk belädt und bedient.

Skipman: Der Schachtarbeiter, der den vertikalen Transport im Bergwerk bedient

Ein Skipman ist der Arbeiter, der verantwortlich ist für das Beladen einer Skip (Schachtförderkorb) mit Erz, Bergeversatz oder Personal und für die Bedienung der Förderanlage, die die Skip auf und ab durch den Schacht fährt. Die Skip selbst ist ein offener oder geschlossener korbartig geformter Behälter und fasst je nach Schachttiefe und Seiltraglast typischerweise zwischen 5 und 15 Tonnen. Die Hauptaufgabe des Skipman ist es, einen sicheren und effizienten Transport von Material aus den unterirdischen Arbeitsstellen an die Oberfläche zu gewährleisten.

In Hartgesteins- und Kohlegruben arbeitet der Skipman an der Schachtöffnung, dem Einfahrtspunkt an der Oberfläche. In tieferen Gruben kann ein zweiter Skipman oder Assistent, genannt Banksman, an der unterirdischen Schachtstation arbeiten, um die Skip am Schachtfuß zu beladen. Der Skipman verständigt sich mit dem Fördermaschinist über Signalglocken, Telefon oder Funk, um anzuzeigen, wenn die Skip beladen und förderbereit ist. Moderne Anlagen nutzen Glockencodes oder digitale Systeme: drei Glockenzeichen können bedeuten "Skip hochfahren", ein Zeichen kann bedeuten "abfahren". Jedes Missverständnis in der Verständigung kann zu Kollisionen, Seilrissen oder herabfallender Last führen.

Die Rolle erfordert Aufmerksamkeit für Lastverteilung und Gewichtsgrenzen. Eine überladene Skip belastet Seil und Rollen und riskiert Schachtberührung; eine unterladene Skip verschwendet Zeit und Geld. Skipmen inspizieren auch die Skip auf Beschädigungen, Verschleiß an den Aufhängeketten oder Haken und Verschmutzung, die den Förderapparat blockieren könnte. In älteren Schächten, wo Holzführungen die Schachtwände säumten, musste der Skipman sicherstellen, dass die Skip gerade fährt; in modernen Schächten mit Stahlführung ist dieses Risiko geringer, aber nicht ausgeschlossen.

Der Begriff Skipman (in moderner Sprechweise auch Skip-Bediener) leitet sich direkt von der Skip ab. Das Wort "Skip" im Bergbau stammt von einer altnordischen Wurzel, die "Korb" bedeutet, und wurde bereits im 18. Jahrhundert in das englische Bergbauvokabular aufgenommen. Ein Skipman war ein qualifizierter Facharbeiter und verdiente oft überdurchschnittliche Löhne, weil die Rolle ernsthafte Sicherheitsverantwortung mit sich brachte und Urteilsvermögen bei Notbremsungen oder Förderkorbverklemmungen erforderte.

Heute haben große mechanisierte Gruben viele traditionelle Skipman-Positionen durch automatisierte Förderanlagen und Wägezellen ersetzt. Allerdings arbeiten Skipmen immer noch in kleineren unterirdischen Gruben, Steinbrüchen und tiefen Schachtbetrieben, wo Personenförderung oder unregelmäßige Lasten menschliches Urteilsvermögen erfordern. Die Ausbildung zur Fachkraft verläuft typischerweise als Lehre unter einem erfahrenen Skipman und endet mit einer Zertifizierung durch den Grubenbetreiber, da die Handlungen des Skipman direkt das Unfallrisiko für alle Arbeiter im Schacht beeinflussen.

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