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Bergbau und Gewinnung

Türwärter

Englisch: trapper

Arbeiter (üblicherweise ein Kind), der in einem Stollen oder einer Sohle eines Bergwerks eine Tür öffnet und schließt, um Belüftung und Zugang zu regeln.

Trapper: Das Kind, das die Luftzirkulation im Bergwerk kontrollierte

Ein Trapper war ein Bergarbeiter, typischerweise ein Kind zwischen 5 und 12 Jahren, das an einer Holztür in einem unterirdischen Gang oder einer "Strecke" postiert war, um die Tür auf Kommando zu öffnen und zu schließen. Der Job existierte in Kohlegruben in Großbritannien und Europa vom 18. Jahrhundert bis ins frühe 20. Jahrhundert. Der Trapper saß 10 bis 12 Stunden täglich in der Dunkelheit, manchmal allein, und wartete auf Schritte oder ein Klopfen. Wenn ein Wagen oder Pony sich näherte, zog er ein Seil oder betätigte einen Hebel, um die Tür zu öffnen, ließ den Verkehr passieren und schloss sie wieder, um die für die Belüftung notwendigen Druckunterschiede zu erhalten.

Die Belüftung von Bergwerken beruhte darauf, einen kontinuierlichen Luftstrom durch die Arbeitsflächen und über die Schächte nach oben zu schaffen. Türen an strategischen Stellen im Streckennetz ermöglichten es den Bedienern, die Luftzirkulation zu lenken und gefährliche Bereiche abzudichten. Ohne vollständig funktionierende Türen würden sich Methan und Kohlendioxid in Arbeitsbereichen ansammeln und Explosions- und Erstickungsgefahren schaffen. Die Rolle des Trappers war zwar einfach, aber essentiell, um bauwürdige Flöze sicher genug zu machen.

Warum Kinder und warum dieser Name

Grubenbetreiber beschäftigten Kinder, weil sie billige Arbeitskräfte waren, durch enge Gänge passten und nur minimales Training benötigten. Ein Kind konnte stundenlang bewegungslos sitzen für einen Wochenlohn von einigen Schillingen. Der Begriff "Trapper" stammt von der Tür selbst, die oft "Trap" oder "Trap Door" genannt wurde. Einige Quellen deuten darauf hin, dass der Name auch die fallenähnlichen Bedingungen der Rolle widerspiegeln könnte: Einmal eingestellt, war ein Kind durch Armut und mangelnde Alternativen in den Job verstrickt.

Trapper arbeiteten unter den schlechtesten atmosphärischen Bedingungen aller Bergbaurollen. Sie saßen an Türen in kalten, nassen Gängen, wo Druckwechsel und Temperaturschwankungen extrem waren. Viele litten unter Atemwegserkrankungen, Hörverlust und psychischen Schäden durch Isolation. Verletzungen entstanden, wenn Türen fielen oder Finger und Hände eingeklemmt wurden. Im Gegensatz zu erwachsenen Bergarbeitern erhielten Trapper keine formale Ausbildung und keine Schutzausrüstung.

Die Position begann in den 1870er und 1880er Jahren zu verschwinden, als mechanisierte Belüftungssysteme und Luftventilatoren in größeren Gruben zum Standard wurden und als Kinderarbeitsschutzgesetze in industrialisierten Ländern verschärft wurden. Um 1900 war die Rolle in regulierten Bergbaubezirken nahezu ausgestorben. Historische Aufzeichnungen aus Bergaufsichtsberichten und Aussagen vor parlamentarischen Untersuchungen in Großbritannien bieten die detaillierteste Dokumentation von Trapper-Arbeit.

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