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Bergbau und Gewinnung

Knobbing

Englisch: knobbing

Verfahren der Rohbearbeitung von Stein; das Entfernen von vorstehenden Punkten aus gewonnenem Steinmaterial.

Knobbern: Entfernen von Verschnitt vor der eigentlichen Formgebung

Knobbern ist die grobe Anfangsformgebung von gebrochenen Steinblöcken, die durch Abschlagen von vorstehenden Spitzen und unregelmäßigen Ausläufern mit Hämmern oder speziellen Werkzeugen erfolgt. Es ist die erste Phase der Steinbearbeitung, bevor der Block zu präziseren Finishing-Arbeiten übergeht. Das Ziel ist, Verschnittmengen zu reduzieren und eine ungefähr rechteckige Form zu schaffen, die in den nachfolgenden Schritten effizienter gehandhabt, transportiert und bearbeitet werden kann.

Der Prozess verwendet typischerweise einen Spitzhammer oder eine Hacke, oft in Handarbeit, obwohl Elektrowerkzeuge in größeren Betrieben heute verbreitet sind. Die Arbeiter schlagen die auffälligsten Unebenheiten und Vorsprünge ab und zertrümmern dabei Splitter und Scherben, anstatt Schnitte zu setzen. Bei Granit und anderem Hartstein ist die Arbeit langsam und körperlich anstrengend. Weichere Steine wie Kalkstein lassen sich schneller knobbern. Die Verschnittmenge hängt stark von der Form des Rohblocks und der Verwendung des Steins ab.

Knobbern im Vergleich zu anderen Bearbeitungsstufen

Knobbern liegt zwischen dem Gewinnen (Abbau) und Zwischenstufen der Bearbeitung wie Spalten, Hobeln oder Sägen. Es ist deutlich grober als Tooling oder Feinbearbeitung, die Genauigkeiten im Bereich von Bruchteilen eines Inches erfordern. Die Arbeit des Knobbers wird nach Effizienz und Sicherheit bewertet, nicht nach Maßgenauigkeit. Nach dem Knobbern kann ein Block in Sägemühlen zur weiteren Zerkleinerung gehen oder zu Bearbeitern, die ihn für spezifische Zwecke wie Baustein, Dekorationsblöcke oder Denkmalarbeiten verfeinern.

Der Begriff beschreibt das wörtliche Ziel der Arbeit: die Knollen oder runden und zackigen Vorsprünge, die beim Abbau natürlicherweise entstehen, wenn Stein entlang von Körnergrenzen und Trennflächen bricht. Diese Knollen verschwenden Platz und Gewicht beim Transport und sind daher wirtschaftlich sinnvolle Abbauziele. In modernen Steinbrüchen wird ein Teil des Knobberns heute möglicherweise mit Drahtschneider oder Flammschnitt vor manuellen Arbeiten durchgeführt, wobei Hand- und Druckwerkzeuge für die abschließende Rohformgebung Standard bleiben.

Staub und Lärm sind erhebliche Gefahren beim Knobbern. Steinstaub mit Siliziumdioxid kann bei längerer Exposition Silikose verursachen. Splitter fliegen unvorhersehbar herum und gefährden Augen und ungeschützte Haut. Sicheres Arbeiten erfordert Atemschutz, Augenschutz und regelmäßige Werkzeugwartung. Die körperliche Wiederholung des Schlagens verursacht auch Überlastungsverletzungen bei Arbeitern, die ganze Schichten beim Knobbern verbringen.

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