Rauchblasinstrument
Englisch: smoke blower
Kleine Feuerkammer mit angebrachtem Blasebalg, der zum Abblasen von Rauch auf einen Bienenstock verwendet wird, um die Bienen vor der Arbeit des Imkers zu besänftigen.
Smoker: ein Blasebalg- und Brennkammerwerkzeug zum Beruhigen von Bienenvölkern
Ein Smoker ist ein tragbares Gerät, das kühlen, dichten Rauch erzeugt, um Honigbienen während der Stockkontrolle und Honigernte zu beruhigen. Er besteht aus einer kleinen Brennkammer, in der Regel zylindrisch und aus Stahl gefertigt, mit einem aufklappbaren oder verschiebbaren Rost am Boden zur Aufnahme des brennenden Brennstoffs, und einem großen Blasebalg im Akkordeon-Stil, der an der Seite der Kammer befestigt ist. Wenn der Imker den Blasebalg betätigt, wird Luft durch den brennenden Brennstoff geleitet und dann durch eine Düse oder einen Auslauf zur Stocköffnung gepustet. Der Rauch maskiert die Alarmpheromone, die Bienen bei Bedrohung abgeben, wodurch sie weniger aggressiv und leichter zu handhaben sind.
Der handelsübliche Smoker fasst Brennstoff in einer Kammer mit einem Durchmesser von etwa 7,5 bis 10 cm und einer Höhe von etwa 12,5 bis 17,5 cm. Imker verwenden typischerweise trockenes Pflanzenmaterial als Brennstoff: Kiefernnadeln, Holzspäne, Pappe, Stroh oder Sackleinenstoff. Der Brennstoff muss langsam abbrennen und reichlich kühlen Rauch statt Flammen erzeugen. Harthölzer wie Eiche zünden weniger zuverlässig als weichere Materialien, daher bevorzugen Praktiker Zedernholzspäne, getrocknetes Gras oder speziell zubereitete Imkereibrennstoffpellets. Der Blasebalg hat in der Regel ein Fassungsvermögen von 300 bis 500 Kubikzentimetern und wird von Hand mit einem Druck-Zug-Rhythmus betätigt, der einen gleichmäßigen Rauchstrom aufrechterhält.
Effektives Rauchen erfordert Timing und Maßhaltung. Ein Imker entzündet den Brennstoff, lässt ihn schwelen, und betätigt dann den Blasebalg ein paar Mal, bevor er den Stock öffnet. Zu viel Rauch reizt die Bienen; zu wenig lässt sie unruhig. Der Rauch kühlt beim Transport ab, daher ist die Ausblasproduktin warm statt heiß, was Verletzungen an den Körpern der Bienen verringert. Die Konstruktion des Geräts hat sich über mehr als ein Jahrhundert kaum verändert, weil das Prinzip einfach und wirksam ist. Es gibt nur kleine Variationen beim Blasebalg-Stil (einige verwenden ein Leder- oder Gummi-Diaphragma statt eines Akkordeons) und bei der Kammerform, aber alle erfüllen dieselbe Funktion.
Häufige Ausfallerscheinungen treten auf, wenn der Rost durch Asche verstopft und den Luftdurchsatz behindert, oder wenn der Blasebalg Lecks im Leder oder Gummi entwickelt. Rostige Kammern verlieren ihre Dichtheit, wodurch Rauch seitlich statt durch die Düse austritt. Die Düse selbst kann sich verengen, wenn sich Kreosot von wiederholter Benutzung im Inneren absetzt. Die Wartung erfordert regelmäßiges Reinigen von Asche, Überprüfung von Dichtungen und gelegentliches Auftragen von Tierfett oder Bienenwachs auf Lederteile, um Risse zu vermeiden.
Der Smoker nimmt eine spezifische Nische in der Imkerei ein, die kein Ersatzmittel vollständig ersetzt. Ein Schleier und Handschuhe schützen den Imker vor Stichen, aber der Smoker schützt sowohl den Imker als auch die Bienen, indem er Aggressivität an der Quelle reduziert. Moderne Alternativen wie Wassersprüh oder chemische Beruhigungsmittel werden manchmal verwendet, aber der Smoker bleibt Standardausrüstung in kommerziellen Imkereien und Hobbyimkereien, weil er billig, zuverlässig ist und keine chemischen Rückstände auf Honig oder Ausrüstung hinterlässt.