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Landtechnik

Stickstoff-Zwischenfrucht

Englisch: smother crop

Eine Art Zwischenfrucht, die in der Nähe einer Hauptkultur angebaut wird, um das Unkrautwachstum in diesem Bereich zu verhindern.

Begleitkultur: lebende Unkrautkontrolle, die neben der Hauptkultur angebaut wird

Eine Begleitkultur ist eine wüchsige Pflanzenart, die auf demselben Feld wie die Hauptkultur angebaut wird. Sie konkurriert aggressiv mit Unkräutern um Licht, Feuchte und Nährstoffe, bis die Unkräuter einfach nicht mehr auflaufen. Anders als eine Zwischenfrucht, die vor oder nach der Hauptkultur angebaut wird, wächst eine Begleitkultur gleichzeitig mit der Marktfrucht, entweder eingesät ins Feld oder in Streifen zwischen den Reihen gepflanzt. Das Ziel ist die Unterdrückung durch Konkurrenz statt durch mechanische Entfernung oder chemische Bekämpfung.

Typische Begleitkulturen sind schnellwüchsige Leguminosen wie Klee oder Wicke oder Gräser wie Roggen, je nach Region und Bodentyp. Die Kultur muss schnell genug wachsen, um aufkeimende Unkräuter zu beschatten, bevor diese Fuß fassen, darf aber die Hauptkultur nicht zu stark um Ressourcen konkurrieren. Reihenabstand und Aussaatdichte sind entscheidend: Begleitkulturen im Gemüsebau werden oft breitwürfig zwischen weitständigen Reihen von Tomaten oder Kürbis ausgesät, während sie im Getreidebau häufig mit niedrigeren Saatmengen gedrillt werden als für einen alleinstehenden Anbau üblich.

Praktische Grenzen und Ausfallrisiken

Das Timing ist entscheidend. Wenn die Begleitkultur vor der Hauptkultur aufgeht, kann die Ernte um mehrere Prozent sinken. Umgekehrt, wenn Unkräuter auflaufen, bevor genug Biomasse der Begleitkultur aufgebaut ist, schlägt die Unkrautkontrolle fehl. Bodenfeuchte ist die häufigste Begrenzung: in einem trockenen Jahr kämpfen beide Kulturen, und die Begleitkultur kann tatsächlich das verfügbare Wasser für die Marktfrucht reduzieren. In kühleren Regionen ist die Frühjahrsaussaat beider Kulturen zusammen Standard; in wärmeren Gebieten wird die Begleitkultur oft ausgesät, nachdem die Hauptkultur genug Blattmasse entwickelt hat, um Schatten zu tolerieren.

Der Begriff beschreibt die Wirkungsweise ehrlich: Die Begleitkultur erstickt Unkräuter, indem sie ihnen Licht und Wuchsraum verweigert. Sie ist arbeitsintensiv im Vergleich zu einer einzelnen Herbizidanwendung und ungeeignet für Kulturen, die sehr saubere Saatbeete brauchen, wie präzises Gemüsedrillen oder hochwertige Baumschulware. Sie benötigt jedoch keine Chemikalien, baut organische Substanz auf und bietet Unkrautkontrolle in Systemen mit Biosiegel oder unter integrierter Schädlingsbekämpfung. Die Management bei der Ernte kann schwierig sein, wenn die Begleitkultur holzig geworden ist oder mit der Hauptkultur verwickelt ist.

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