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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Hilfslok

Englisch: snail

Eine Lokomotive mit Antriebsmotor, aber ohne Zugkraftmotoren, die einer anderen Lokomotive zusätzliche elektrische Leistung bereitstellt.

Schnecke: eine trieblose Lokomotive, die Strom an arbeitende Maschinen liefert

Eine Schnecke ist ein Lokomotivrahmen, der mit einem Dieselmotor oder einer anderen Antriebsmaschine ausgestattet ist, aber über keine eigenen Fahrmotoren verfügt. Stattdessen erzeugt sie über einen bordgestützten Generator elektrische Leistung und speist diesen Strom in die Oberleitung oder Stromversorgungsleitungen ein, um die Fahrmotoren der gekuppelten Arbeitslokomotiven zu unterstützen. Die Schnecke selbst bewegt sich nur, indem sie von den Lokomotiven, die sie antreibt, geschoben oder gezogen wird, und trägt Kraft über die Kupplung bei, nicht aber über ihre eigenen angetriebenen Räder.

Schnecken treten am häufigsten auf Bergbau- und Industriebahnen auf, wo schwere Lasten durch Tunnel oder über Streckenneigungen transportiert werden müssen, die die Leistung von Standard-Grubenlokomotiven übersteigen. Durch das Hinzufügen einer eigenen Kraftanlage ohne das Gewicht und die Komplexität einer vollständigen zweiten Lokomotive gewinnen Betreiber zusätzliche Leistung genau dort, wo sie am meisten zählt. Die Schnecke kann je nach Zuggeometrie und elektrischer Architektur des Netzes am Anfang oder Ende eines Zuges oder manchmal zwischen beladenen Wagen positioniert werden.

Der Begriff spiegelt die langsame, beinahe parasitäre Beziehung der Schnecke zu echten Lokomotiven wider: sie klammert sich an den Zug, trägt Leistung bei, bewegt sich aber nur so schnell, wie etwas anderes sie mitschleift. Die Metapher hat sich in Untertagebaubetrieben erhalten, besonders in britischen und europäischen Zechen, wo solche zusätzlichen Stromaggregate seit über hundert Jahren Standard sind.

Moderne Schnecken sind im Eisenbahnbetrieb außerhalb des Bergbaus und von Legacy-Industriesystemen selten. Moderne Güterbahnen und Personenbahnen nutzen regenerative Bremsanlagen, Lokomotiven mit höherer Leistung und verteilte Antriebslokomotiven (ausgestattet mit ferngesteuerten Fahrmotoren). Schnecken bleiben aber in einer Handvoll Museumsbahnen und Untertagebetrieben im Einsatz, wo die ursprüngliche elektrische Infrastruktur die Installation von Fahrmotoren auf Standardrahmen einschränkt.

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