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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Zugsicherung

Englisch: train stop

Eine Zugschutzvorrichtung, die einen Zug automatisch stoppt, wenn er versucht, ein Signal zu überfahren, das dies nach den Signalbegriffen und Betriebsvorschriften verbietet, oder in manchen Fällen wenn er mit übermäßiger Geschwindigkeit fahren will.

Zugstop: Sicherheitseinrichtung, die die Kraftstoffzufuhr bei Rotlicht unterbricht

Ein Zugstop ist eine ortsfeste Vorrichtung neben dem Gleis, die die Einhaltung von Signalen durchsetzt, indem sie eine Lokomotive mechanisch oder elektrisch zum Halten bringt, wenn der Fahrer versucht, ein einschränkendes Signal zu überfahren. Die Vorrichtung sitzt neben dem Gleis und greift in einen Trip-Cock oder ähnliche Mechanismen am Zug selbst ein, um die Stromversorgung des Motors zu unterbrechen oder die Bremsen zu betätigen. Es handelt sich nicht um einen Puffer oder ein Entgleisungsgerät, sondern um ein Kontrollsystem, das einen Signalverstoß als kritischen Fehler behandelt und automatisch reagiert, unabhängig vom Handeln des Fahrers.

Zugstops gibt es in mehreren Betriebsformen. Der mechanische Tripstop, traditionell auf europäischen Eisenbahnen, nutzt einen physischen Arm, der sich erhebt, wenn ein Signal Gefahr oder Warnung anzeigt; der Kontakt mit der Tripvorrichtung der Lokomotive betätigt mechanisch ein automatisches Bremsventil und setzt die Druckluftbremsen des Zuges ein. Elektrische Zugstops verwenden Signalkreise, um das Antriebssystem spannungslos zu schalten oder Bremskraft anzulegen, wenn sich der Zug zur falschen Zeit am falschen Ort befindet. Einige Systeme beinhalten eine Geschwindigkeitsüberwachungslogik, die den Stop auslöst, wenn der Zug eine zulässige Geschwindigkeit für einen bestimmten Gleisabschnitt oder eine Signalstellung überschreitet.

Seine Rolle in der Eisenbahnsicherheit

Zugstops funktionieren als letzte Verteidigungslinie gegen Signal-Passed-At-Danger-Vorfälle (SPAD). Ein abgelenkter, handlungsunfähiger oder einfach fehlerhafter Fahrer fährt durch ein einschränkendes Signal; der Zugstop handelt ohne zu urteilen und stoppt den Zug, bevor er das benachbarte Gleis beschädigen oder mit einem anderen Zug kollidieren kann. Die Vorrichtung duldet keine Verhandlungen. Sie ist an absoluten Signalen (Halt-Signalen, die niemals überfahren werden dürfen) und an Warn- oder Langsamfahrsignalen auf stark befahrenen Personenverkehrsstrecken und in Rangierbahnhöfen installiert, wo die Folgen eines SPAD schwerwiegend sind.

Die Wartung von Zugstops ist sehr genau. Der Triparm oder der elektrische Kontakt muss frei und korrekt positioniert sein; Schmutz, Rost oder Verschleiß können ein Eingreifen verhindern. Der Trip-Cock der Lokomotive muss ebenfalls in gutem Zustand und korrekt in der vorgesehenen Höhe montiert sein. Regelmäßige Tests sind erforderlich: Die Vorrichtung wird unter Last betätigt und die Bremsreaktion gemessen. Bei elektrifizierten Strecken muss die Schaltung auf Kontinuität und Isolierung überprüft werden.

Moderne Eisenbahnnetze bewegen sich in Richtung durchgehender fahrzeuggebundener Signalisierung und automatischer Zugschutzsysteme (ATP), die die Funktion des Zugstops in Software statt Hardware erfüllen. Mechanische und elektrische Zugstops bleiben jedoch auf Haupt- und Nahverkehrsstrecken weltweit im Einsatz, insbesondere dort, wo Infrastrukturinvestitionen für eine vollständige ATP-Modernisierung noch nicht gerechtfertigt sind. Die Vorrichtung hat ihren Wert unter Beweis gestellt; ein funktionierender Zugstop hat unzählige mögliche Unfälle verhindert, indem er einfach nicht zugelassen hat, dass der Fehler fortgesetzt wird.

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