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Bahntechnik

Schienenkopf

Englisch: snakehead

Loses, aufgebogenes Ende einer Flachschiene oder Strapschiene, wie sie früher auf amerikanischen Eisenbahnen verwendet wurden.

Schlangenkopf: ein Entgleisungsrisiko bei alter Flachschiene

Ein Schlangenkopf ist ein Stück Bandschiene oder Flachschiene, das sich aus seinen Befestigungen gelöst hat und nach oben gekrümmt ist und dabei eine scharfe Erhebung über das Gleis erzeugt. Der Name rührt von der Ähnlichkeit mit dem Kopf einer aufgerichteten Schlange her. Dieser Mangel war typisch für amerikanische Eisenbahnen, die mit Bandschiene gebaut wurden, einer dünnen Eisenstange, die auf Holzschwellen aufgenagelt wurde, besonders in den 1830er bis 1860er Jahren. Wenn Züge über verschleißende Gleise fuhren, würden die Nägel abscherren oder rosten, wodurch das Schienenende hochgehoben und verdreht würde, besonders unter den Radlasten vorbeifahrender Wagen.

Bandschiene unterschied sich grundlegend von moderner T-Schiene oder I-Trägerschiene. Es war eine flache Stange, typischerweise 2 bis 3 Zoll breit und weniger als eine halbe Zoll dick, mit geringer vertikaler Steifigkeit. Wenn ein Nagel ausfiel, hielt nichts das Ende oben. Das hochstehende Metall würde einen Radreifen erfassen, den Wagen entgleisen und oft die schlangenhaft nach oben gebogene Form erzeugen, die dieser Gefahr seinen anschaulichen Namen gab. Ein einzelner Schlangenkopf konnte einen Güterzug oder Personenzug zum Entgleisen bringen.

Die Gefahr entwickelte sich mit den Eisenbahninvestitionen. Betreiber, die mit leichtem Verkehrsaufkommen oder minimalen Wartungsbudgets fuhren, tolerierten Schlangenkopf, bis Entgleisungen unvermeidlich wurden. Eisenbahnen mit besserer Kapitalausstattung ersetzten Bandschiene durch schwerere T-Schiene, die sicherer befestigt war und seitliche Stabilität behielt, auch wenn einzelne Befestigungen ausfallen würden. Ab den 1870er Jahren wurde Bandschiene auf Hauptstrecken im Nordosten und Mittleren Westen aufgegeben, hielt sich aber länger auf Nebenstrecken und in unterfinanzierten Regionen.

Ein Schlangenkopf unterschied sich von anderen Schienenmängeln wie Wellenbildung oder Winkelschienebruch. Er war akut und plötzlich, nicht allmählicher Verschleiß. Wartungsarbeiter mussten regelmäßig das Gleis überprüfen und lose Schienenenden niederhämmern oder ausschneiden, bevor sie zur Gefahr wurden. Einige Eisenbahnen befestigten Schutzbleche oder Winkelstützen an der Unterseite von Bandschienen, um hochgehoben Enden zu fangen, eine vorübergehende Lösung, die verschwand, sobald bessere Schienensorten bezahlbar wurden.

Heute ist Schlangenkopf eine historische Fachbezeichnung und taucht in Unfallberichten und Ingenieurarbeiten aus dem 19. Jahrhundert auf. Moderne Gleissysteme haben das Problem durch schwerere Schienen, durchgehend verschweißte Gleise und mechanische Befestigungssysteme behoben, die nicht allein auf eingeschlagene Nägel angewiesen sind. Der Begriff überlebt als Mahnung dafür, warum Eisenbahnstandardisierung und Kapitalinvestitionen in Infrastruktur wichtig sind.

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