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Industriekeramik

Soufflé

Englisch: soufflé

Mit sehr feinen Tropfen oder Spritzern von Farbe verziert, als wären sie aus einem Blasebalg gepustet.

Soufflé: Keramik-Glasurtechnik mit zerstäubter Farbe

Ein Soufflé-Finish in der Keramik entsteht durch Spritzen oder Blasen feiner Farbglasur- oder Pigmenttröpfchen auf die Oberfläche von Waren, normalerweise mit Druckluft oder einer Spritzpistole. Die Technik erzeugt ein leichtes, gesprenkeltes Aussehen, bei dem einzelne Partikel auf die Grundglasur treffen und während des Brandes leicht einschmelzen. Im Gegensatz zu aufgemalter Dekoration entsteht beim Soufflé eine gepunktete Struktur, die wie eine Bestäubung mit Pulver oder die Oberfläche eines Soufflés aussieht, daher der kulinarische Name.

Die Methode funktioniert am besten auf glasierten oder teilweise verglasten Oberflächen. Ein Keramiker hält das Spritzgerät in einem Winkel zum Werkstück und behält einen gleichmäßigen Abstand und Druck, um die Partikelgröße und Dichte zu kontrollieren. Die Tröpfchen müssen fein genug sein, um nicht zu verlaufen, aber grob genug, um sichtbar und unterscheidbar zu bleiben. Farbige Unterglasuren, Überglasuren oder speziell formulierte Spritzglasuren sind Standard; Metalloxide und Farbstoffe, gemischt mit einer Glasurbasis, sind üblich. Die Spritzausrüstung reicht von einfachen Pumpenzerstäubern bis zu druckluftbetriebenen Spritzpistolen mit Farbflaschen.

Das Soufflé-Finish ist beliebt bei Tafelgeschirr, Dekorationsfliesen und Sanitärkeramik, da das Aussehen optisches Interesse hinzufügt, ohne die Arbeit von Handmalerei erforderlich zu machen. Es kann über eine einfache Glasur aufgetragen oder mit anderen Dekorationstechniken kombiniert werden. Das Finish trocknet schnell und erfordert vor dem Brand keine zusätzliche Glättung. Die Brenntemperatur hängt von der Grundglasur ab, normalerweise Cone 4 bis 6 für die Produktion von Steingut und Weißware.

Häufige Probleme sind ungleichmäßige Abdeckung bei Druckluftflussschwankungen oder Tröpfchen, die zu groß sind und Pfützen statt einzelner Punkte bilden. Überanwendung kann die Grundglasurfarbe vollständig verdecken. Die Technik erfordert auch Geschicklichkeit, um einen konsistenten Abstand und Winkel über unregelmäßige Oberflächen wie Griffe oder gewölbte Ränder zu wahren. Die Spritzausrüstung muss sauber gehalten werden; getrocknete Glasur in Düsen reduziert schnell die Zerstäubungsqualität.

Der Begriff Soufflé stammt vom französischen kulinarischen Begriff für ein aufgelöffeltes Gericht und bezieht sich sowohl auf das leichte, luftige Aussehen der gesprenkelten Oberfläche als auch auf den Luftdruck bei der Anwendung. In der Dekorationskeram-Industrie erscheint Soufflé hauptsächlich in Fachliteratur aus Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und ist weiterhin bei Studiokeram und Industriedekorateuren gebräuchlich, obwohl sich Spritztechniken und Fachbegriffe seitdem erheblich diversifiziert haben.

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