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Industriekeramik

Sonnentrockner

Englisch: sun pan

Behälter zum Trocknen von Schlicker (dünnes, rutschiges Gemisch aus Ton und Wasser), teilweise mit künstlicher Wärmezufuhr.

Schlammwanne: Schlicktrockner, der auf Wärmezufuhr und Zeit setzt

Eine Schlammwanne ist eine offene oder flach ausgebildete Wanne, üblicherweise 1 bis 3 Meter breit und 30 bis 60 Zentimeter tief, um den Wassergehalt von Schlick so weit zu reduzieren, bis er einen verarbeitbaren, plastischen Zustand erreicht. Der Schlick läuft mit einer Konsistenz ähnlich schwerer Sahne ein; die Aufgabe der Wanne ist es, ihn so zu verdicken, dass er in Formen gegossen, auf Waren aufgetragen oder zurück in den Tonkörper gemischt werden kann. Der Prozess beruht sowohl auf Oberflächenverdunstung als auch in einigen Betrieben auf zugeführter Wärme von Flugkanälen oder Dampfrohrschlangen unter oder neben dem Wannenboden.

Traditionelle Schlammwannen waren tatsächlich Außen- oder Halbaußenanlagen, die auf direkte Sonneneinstrahlung und Luftzirkulation angewiesen waren, daher der Name. In modernen Anlagen sind Schlammwannen üblicherweise in geschlossenen Räumen untergebracht und mit Niederdruck-Dampfheizung oder Warmwasserumwälzung ausgestattet, um die Trocknung zu beschleunigen. Der Wannenboden ist normalerweise zu einem Ablauf oder einer Sammelgrube geneigt, damit sich abgesetzte Feststoffe regelmäßig abkratzen und entfernen lassen. Einige Anlagen haben mechanische Rührer oder Scharren, um Schichtung zu vermeiden und einen gleichmäßigen Wasserverlust über die Charge hinweg zu sichern.

Schlickzustand und Sedimentation

Die kritische Messgröße ist der Wassergehalt, üblicherweise reduziert von etwa 35 bis 40 Prozent auf 24 bis 28 Prozent nach Gewicht, abhängig von der Art der produzierten Ware. Gröbere Partikel setzen sich am Wannenboden ab, während feiner Ton und Wasser in Suspension oben verbleiben. Betriebsleiter beurteilen die Readiness nach Griffigkeit und Fließgeschwindigkeit; richtig getrockneter Schlick fließt gleichmäßig, läuft aber nicht von einem Glätter ab. Zu trockener Schlick wird klumpig und verliert an Verarbeitbarkeit; zu feuchter Schlick hält seine Form in der Form nicht.

Schlammwannen sind anfällig für Verunreinigung, da sie offene Systeme sind, die Staub, Trümmern und Bakterienwachstum ausgesetzt sind. Größere Betriebe leiten Schlick oft durch die Wanne, statt ihn statisch stehen zu lassen, und bewegen Material nach einem rollierenden Plan in Gießanlagen oder Rückmischvorgänge. Das Restsediment am Wannenboden, das feinere Tone und etwas Eisenoxid aus Auskleidungsverschleiß enthält, wird üblicherweise zurückgewonnen und weiterverarbeitet, anstatt es zu verwerfen.

In der Tafelgeschirr- und Sanitärkeramikproduktion liegt die Schlammwanne zwischen dem Schlickmischbereich und der Gießerei. Ihre Leistung beeinflusst unmittelbar die Gießzeiten und die Oberflächenqualität der gegossenen Ware. Kleinere Töpfereien können eine einzelne Wanne nutzen; größere Betriebe können zwei oder drei in Reihe oder parallel haben, was einen kontinuierlichen Betrieb ohne Unterbrechung der Linie zum Chargenfeucht-Trocknen ermöglicht.

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