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Holzbearbeitung

Feder

Englisch: spline

Ein Streifen aus Holz oder anderem Material, der in Nuten zweier Holzteile eingeführt wird, um zusätzliche Klebefläche zu schaffen.

Spline: eine schwimmende Verstärkung für Leimfugen

Eine Spline ist ein Materialstreifen, normalerweise aus Holz, der in zueinander passende Nuten sitzt, die in zwei aneinander grenzende Teile geschnitten sind, um eine Leimfuge zu verstärken. Die Spline überbrückt beide Teile und schafft zusätzliche Leimfläche und mechanischen Verbund, der gegen Verformung und Ablösung widersteht. Die Faserrichtung der Spline verläuft normalerweise senkrecht zur Fugenlinie, was dort Querfaserstabilität bietet, wo es am meisten zählt.

Splines erscheinen am häufigsten in Rahmen-Feld-Konstruktionen, kantenverleimten Platten und Gehrungsfugen. An einer Rahmenecke verläuft die Spline über die Gehrung; an einer Plattenkantenfuge verläuft sie entlang der Naht. Die Nuten werden typischerweise mit einer Oberfräse oder Tischsäge geschnitten, bis zu einer Tiefe von einem Drittel bis zur Hälfte der Holzstärke, und die Spline sitzt locker genug, um das Spannen ohne Verkeilen zu ermöglichen. Eine Standard-Spline-Breite liegt zwischen 3/8 bis 1/2 Zoll, wobei die genaue Abmessung von der Stärke des zu verbindenden Materials abhängt.

Faserrichtung und Holzquellung

Die Orientierung der Spline-Faserrrichtung ist entscheidend. Wenn die Faserrrichtung senkrecht zur Fuge verläuft, widersteht die Spline den Verformungskräften, die einen Rahmen aus dem Quadrat zu verdrehen versuchen. Da Holz mit Feuchtigkeitsschwankungen jedoch quer zur Faser quillt und schwindet, kann eine zu straff sitzende Spline in ihrer Nut zu Rissen oder Schüsselbildung der Platte führen. Aus diesem Grund ist eine Spline normalerweise etwas dünner als die Nutentiefe, oder es wird an einem Ende eine Entlastung gelassen, um Bewegung zu ermöglichen.

Gehrungen und Kantenfugen benötigen unterschiedliche Spline-Geometrien. Eine Gehrungsspline hat oft einen diamantförmigen oder V-förmigen Querschnitt, um in der V-Nut sicher zu sitzen, die durch zwei 45-Grad-Schnitte entsteht. Kantensplines sind typischerweise rechteckig und einheitlich. Einige Holzarbeiter verwenden kontrastierendes Holz oder furnierte Splines als sichtbares Gestaltungselement und verwandeln so eine Konstruktionsfuge in ein Designelement.

Eine schlecht angepasste Spline führt zu Fugenschaden: Wenn sie zu locker sitzt, bietet sie keine Unterstützung; wenn sie zu straff sitzt, verhindert sie, dass die Leimnot die Fuge zusammenzieht, oder führt dazu, dass das Holz beim Quellen reißt. Die Spline muss beim Einsetzen trocken sein, sonst kann Feuchtemigration nach dem Leimen sie aufquellen lassen und die Fuge an der Leimline öffnen. Hartholzsorten wie Ahorn oder Stechpalme eignen sich am besten für Splines, da sie stabil sind und Druckbelastung widerstehen.

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