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Bauwesen

Buhne

Englisch: starling

Eine Umschließung ähnlich einem Senkkastendamm, gebildet aus dicht nebeneinander gerammten Pfählen vor einem Bauwerk oder einer Arbeit zum Schutz gegen Wellenschlag, üblicherweise zum Schutz der Brückenpfeiler verwendet.

Pfahlwerk: Schutzumhegung um Brückenpfeiler

Ein Pfahlwerk ist eine temporäre oder dauerhafte Sperre aus dicht gesetzten Holz- oder Stahlpfählen, die kreisförmig oder polygonal um einen Brückenpfeiler, eine Spundwand oder eine ähnliche Konstruktion angeordnet sind. Es schützt das Fundament vor Auskolkung, Unterspülung und Beschädigungen durch Wasserdurchfluss, Treibgut und Eis.

Die Pfähle des Pfahlwerks werden normalerweise mit Pfahlrammen in die Tiefe getrieben, oft in zwei oder drei Pfahlreihen rings herum. Der Raum zwischen innerer und äußerer Reihe kann je nach Entwurf mit Kies oder Ton gefüllt oder offengelassen werden. Pfahlwerke, die Brückenpfeiler in Fließgewässern schützen, sind besonderem Stress durch Sohlenerosion ausgesetzt, bei der die Wasserturbulenz den Flussboden unmittelbar um die Konstruktion abträgt und zu Setzungen oder Einsturz führen kann.

Ausführungsarten und Materialien

Frühe Pfahlwerke verwendeten Holzpfähle, die noch heute bei kleineren Arbeiten oder temporären Anlagen üblich sind. Stahlspundwände sind in modernen Bauten Standard, da sie höhere Wassergeschwindigkeiten, Eislastannahmen und den Schlag von treibendem Schutt besser verkraften als Holz. Betonmantel-Zylinder oder Senkkästen erfüllen ähnliche Schutzfunktionen bei Bedarf für dauerhafte Konstruktionen. Die Größe eines Pfahlwerks hängt unmittelbar von Pfeilerquerschnitt, Wassertiefe, Fließgeschwindigkeit und erwarteter Treibgutalast ab; eine Brücke über einen gletschergespeisten Wildbach braucht ein deutlich kräftigeres Pfahlwerk als eine über langsames Gezeitenwasser.

Die Instandhaltung von Pfahlwerken ist kritisch. Verklausungen und Kiesablagerungen können sich dagegen ansammeln, Wasserdurchfluss-Muster verändern und neue Auskolkungszonen schaffen. Holzpfahlwerke leiden unter Fäulnis und Bohrmuscheln in Salzwasser; regelmäßige Kontrolle und Austausch beschädigter Pfähle ist notwendig. Stahlpfähle korrodieren, besonders am Wasserspiegel, und benötigen oft Schutzanstriche oder kathodischen Schutz.

Der Begriff taucht in der Brückentechnik seit mindestens dem 18. Jahrhundert auf, die Herkunft ist aber umstritten. Das sternförmige Aussehen der Konstruktion von oben (oft einen spitzen Keil stromauffallend bildend) hat wahrscheinlich den Namen geliefert. Pfahlwerke bleiben eine Standardeinrichtung im Flussbau, obwohl moderne Computational Fluid Dynamics und Auskolkungs-Vorhersage-Methoden die Dimensionierung und Positionierung über rein empirische Regeln hinaus verfeinert haben.

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