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Metallbearbeitung

absperren

Englisch: stop off

Einen Teil einer Gussform mit Sand zu füllen, wenn ein Teil der vom Modell hinterlassenen Hohlform nicht für den Guss benötigt wird.

Sperrung: unerwünschte Hohlräume in einer Form vor dem Gießen blockieren

Beim Gießen ist eine Sperrung das absichtliche Verschließen eines Bereichs der Formhöhlung, damit geschmolzenes Metall beim Eingießen nicht hineinströmt. Das Modell selbst hinterlässt eine Höhlung in der Form des gewünschten Endteils, aber manchmal weist diese Höhlung Aussparungen, Hinterschnitte oder tiefe Taschen auf, die entweder Metall einschließen würden oder Merkmale erzeugen, die im fertigen Gussstück nicht erwünscht sind. Anstatt das Modell neu zu fertigen, füllt der Formenbauer diese unerwünschten Bereiche vor dem Eindringen des Metalls mit Sand, Ton oder einem speziellen Sperrmittel.

Das häufigste Material zum Absperren ist gebundener Sand oder Ton, fest in die Höhlung gedrückt. Bei Präzisionsarbeiten, besonders bei höheren Stückzahlen, werden kommerzielle Sperrmittel verwendet: Das sind hitzebeständige Putze oder Pasten aus Materialien wie Kieselsäure, Ton und Bindemitteln, die hart aushärten, aber leicht brüchig bleiben, sodass sie nach dem Gießen abgeschlagen oder ausgewaschen werden können. Das Material muss der Temperatur und dem Temperaturschock des geschmolzenen Metalls standhalten, ohne zu zerfallen und den Gussstoff oder die Form zu verunreinigen.

Anwendung und Verfahren

Sperrmittel werden vor dem Schließen der beiden Formhälften und dem Beginn des Gießens von Hand oder mit einem Werkzeug in die Formhöhlung gepackt. Die entscheidende Fähigkeit besteht darin, sie dicht und glatt zu packen, damit sie sich nicht verschieben und Lücken entstehen, durch die Metall eindringen kann. Schlechtes Packen führt zu Grat, Gussgrat oder unvollständigen Formbereichen. Die Grenze zwischen dem Sperrmittel und der umgebenden Höhlung muss so bündig wie möglich sein, um eine sichtbare Teilungslinie oder erhöhte Kante am fertigen Gussstück zu vermeiden.

Diese Technik ist besonders in der Mittelserienfertigung und im Prototypenbau üblich, wo sich die Kosten für ein neues Modell durch die Konstruktionsänderung nicht lohnen. Sie wird auch bei komplexen Gussstücken eingesetzt, bei denen interne Kanäle oder Kühlgalerien selektiv blockiert werden müssen, oder bei denen ein einziges Modell Varianten mit unterschiedlichen Merkmalen erzeugen muss. Gießereien, die Ein- oder Kleinserien fertigen, verlassen sich stark auf Sperrmittel, um bestehende Modelle an neue Anforderungen anzupassen, ohne die Vorlaufzeit für Modelländerungen zu benötigen.

Der Name spiegelt die praktische Handlung wider: Sie blockieren den Metallfluss in einen unerwünschten Bereich der Form. Gelungene Sperrmittel sind im fertigen Teil unsichtbar; misslungene zeigen sich als Gussfehler, Einschlüsse oder unerwünschte Vorsprünge, die geschliffen werden müssen oder zur Aussortierung des Teils führen.

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