Stegschiene
Englisch: strap rail
Eine flache Eisenbahnschiene mit einer Metallschiene und auf einer hölzernen Schiene befestigt.
Flacheisen-Schiene: Eisenbänder auf Holz für frühe Eisenbahnen
Eine Flacheisen-Schiene ist eine frühe Form von Eisenbahngleis, bei der ein flaches Eisenband, normalerweise 1,5 bis 2 Zoll breit und drei-achtel Zoll dick, auf die obere Oberfläche einer Holzschiene genietet oder geschraubt wird. Die Holzschiene selbst, oft aus Eiche oder anderen Hartholzarten gefertigt, läuft über die gesamte Länge des Gleisbetts und trägt die strukturelle Last. Das Eisenband dient dazu, den Verschleiß am Holz zu verringern und eine glattere, härtere Oberfläche für die Radflansch zu schaffen.
Die Flacheisen-Schiene war ein Kompromiss zwischen dem reinen Holzgleis von Turnpikes und der vollständig profilierten Eisenschiene, die schließlich Standard wurde. Sie war von etwa 1830 bis in die 1850er Jahre auf amerikanischen und britischen Eisenbahnen weit verbreitet, als sie durch gewalzte Eisenschienen mit T-Profil und später mit Flachfuß-Ausführung verdrängt wurde. Das Holzsubstrat hielt die anfänglichen Baukosten niedriger als reine Eisenschienen, was für frühe Eisenbahnunternehmen, die hunderte von Meilen Gleis verlegten, entscheidend war.
Ausfallmodi und Einschränkungen
Die Verbindung zwischen Eisenband und Holz verursachte ständige Probleme. Die Vibration vorbeifahrender Züge lockerte die Befestigungen allmählich, und Feuchtigkeitseintritt unter dem Eisenband führte zu Holzfäule. Sobald die Fäule begann, musste der gesamte Abschnitt erneuert werden. Noch kritischer war die Neigung des Eisenbands, sich an den Enden nach oben zu wölben und vom Holz abzulösen, was eine als Snake Head bezeichnete Gefahr darstellte und zu Entgleisungen führen konnte. Das Eisenband bot deutlich weniger seitliche Steifigkeit als eine vollständige Schiene und begrenzte die sichere Geschwindigkeit.
Der Aufstieg schwererer Lokomotiven und höherer Geschwindigkeiten machte die Flacheisen-Schiene obsolet. Ihr Vorhandensein auf einer Strecke war ein verlässlicher Indikator für ältere Konstruktionen aus der Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg. Bis zu den 1880er Jahren war die Flacheisen-Schiene vollständig von den Hauptstrecken verschwunden, wobei isolierte Abschnitte auf kleineren Nebengleisen und Industriebahnen bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein bestanden. Der Begriff selbst bleibt in der eisenbahnhistorischen Literatur erhalten, wird aber im modernen Betrieb selten verwendet.