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Bahntechnik

Kesselwagen

Englisch: tank car

Ein Eisenbahnwagen oder Rollmaterial, das zum Transport von Flüssigkeiten oder Gasen konstruiert ist.

Kesselwagen: verschlossenes Behältnis auf Schienen für Schüttflüssigkeiten

Ein Kesselwagen ist ein spezialisierter Eisenbahnwagen, der um einen großen zylindrischen oder elliptischen Behälter gebaut ist, normalerweise aus Stahl oder Aluminium-Legierung, und zum Transport von Flüssigkeiten und Gasen in großen Mengen ausgelegt. Der Behälter selbst ist die lasttragende Struktur, direkt auf einen Stahlrahmen geschweißt, der mit Kupplungen, Drehgestellen und Bremsen ausgestattet ist. Ein einzelner Kesselwagen kann je nach Bauart und Dichte des Transportguts zwischen 10.000 und 34.000 Gallonen fassen, was ihn für den Transport großer Mengen gleichartiger Güter weit effizienter macht als Flachwagen oder Güterwagen mit Trommeln.

Kesselwagen gibt es in mehreren Ausführungstypen. Geschlossene Behälter transportieren Rohöl, Heizöle und andere Mineralölprodukte; offene Behälter befördern Flüssigkeiten, die keine Dampfkontamination erfordern, wie Melasse oder flüssigen Schwefel; Druckbehälter bewegen Gase wie Propan, Ammoniak oder Chlor unter Drücken bis 600 Pfund pro Quadratzoll; isolierte oder beheizte Behälter halten temperaturempfindliche Güter wie Bitumen oder geschmolzenen Schwefel während des Transports. Die Wahl des Behältermaterials, der Wandstärke und der Auskleidung hängt vollständig von der Korrosivität und Flüchtigkeit des Inhalts ab.

Vorschriften und Sicherheitsaspekte

Kesselwagen unterliegen strengen Klassifizierungen des Department of Transportation (DOT) und der Association of American Railroads (AAR). Ein Wagen für Gefahrstoffe muss bestimmte Strukturstandards erfüllen, einschließlich verstärkter Ventile, Notablassysteme und Behälterkennzeichnungen auf der Seite. Unfallschäden, Korrosion oder Ventillecks können einen Kesselwagen unbrauchbar machen; viele Betreiber setzen regelmäßig Wirbelstromprüfungen und Druckwechselprüfungen ein, um die Behälterintegrität zu überprüfen.

Das Beladen und Entladen erfolgt über oben angebrachte Luken oder unten angebrachte Ventile, je nach Ausführung und Transportgut. Bei der Entladung brennbarer oder giftiger Flüssigkeiten sind Dampfrückgewinnungssysteme häufig angeschlossen, um brennbare oder giftige Gase aufzufangen. Das Risiko statischer Elektrizität beim Laden brennbarer Flüssigkeiten ist real; unzureichende Erdung zwischen dem Wagen, der Ladesäule und dem Vorratstank kann Zündungsgefahren entstehen lassen.

Kesselwagen werden nach Eigengewicht (Gewicht des leeren Wagens) und Nennvolumen gemessen. Ein 30.000-Gallonen-Universalbehälterwagen wiegt leer etwa 32 Tonnen und kann bis zu 90 Tonnen Transportgut befördern, womit das Gesamtgewicht etwa 120 Tonnen erreicht, was dem Bundeslimit für einen einzelnen Wagen auf Normalspurgleisen nahekommt. Diese Gewichtsverteilung hat direkte Auswirkungen auf die Lokomotivenzuordnung, die Zuggeschwindigkeit und die Bremsensystem-Auslegung.

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