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Luftfahrttechnik

Subsatellit

Englisch: subsatellite

Komponente eines Satelliten, die nach dem Aussetzen in die Umlaufbahn vom Hauptsatelliten abgetrennt wird.

Subsatellite: eine im Weltall ausgesetzte Nutzlast, die nach dem Orbitaleinschuss freigesetzt wird

Ein Subsatellite ist ein kleines Raumfahrzeug oder Instrumentenpaket, das sich nach dem Orbitaleinschuss vom Hauptsatelliten trennt. Im Gegensatz zum Hauptsatellitenkörper, der in seiner vorgesehenen Umlaufbahn verbleibt, wird das Subsatellite ausgestoßen oder freigesetzt, um unabhängige Missionen durchzuführen, Daten aus verschiedenen Bahnpositionen zu sammeln oder Beobachtungen durchzuführen, die vom Mutterfahrzeug aus schwierig oder unmöglich wären.

Subsatelliten sind in Zweck und Größe sehr unterschiedlich. Einige sind einfache Atmosphärensonden oder Magnetometer, die zur Messung der Umweltbedingungen um den Hauptsatelliten freigesetzt werden. Andere sind funktionsfähige Miniaturraumfahrzeuge mit eigenen Stromversorgungssystemen, Kommunikationsausrüstung und wissenschaftlichen Instrumenten. Die Freisetzungsmechanismen umfassen in der Regel federgestützte Entfaltungssysteme, pyrotechnische Bolzen oder Trennvorrichtungen, die dem Subsatellite ausreichend Delta-v für eine eigenständige Umlaufbahn verleihen. Der Muttersatellite muss die Masse und den Impuls, der bei der Freisetzung übertragen wird, bei der Berechnung des Treibstoffverbrauchs und der Flugbahn berücksichtigen.

Typische Anwendungen und Einschränkungen

Subsatelliten wurden bei Erdbeobachtungsmissionen eingesetzt, wo sie Daten über Bodenbedingungen oder atmosphärische Phänomene aus Positionen übermitteln, die der Hauptsatellite nicht erreichen kann. Bei Mond- und Planetenmissionen erfassen sie Messungen über mehrere Bahnbereiche hinweg. Die Freisetzung bringt jedoch Komplexität mit sich: Das Subsatellite muss vollständig in sich geschlossen sein, seine Freisetzung muss zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle stattfinden, um die gewünschte Umlaufbahn zu erreichen, und die Kommunikationsfenster müssen mit dem Mutterfahrzeug abgestimmt werden. Seilgestützte Subsatelliten, die durch ein leitendes oder strukturelles Kabel mit dem Mutterfahrzeug verbunden sind, bleiben eine spezialisierte Variante für elektrodynamische Experimente und Impulsmanagement.

Der Begriff widerspiegelt die Konvention der Raumfahrttechnik: Ein Satellit, der von einem anderen Satelliten stammt, ist ein Subsatellite; untergeordnet in dem Sinne, dass er abgeleitet oder sekundär ist, nicht in seiner Funktion oder seinen Fähigkeiten. Dies unterscheidet ihn von unabhängigen Raumassets oder von einfachen Instrumentenpaketen, die während der gesamten Mission mechanisch angebracht bleiben. Ordnungsgemäße Massenverfolgung, Trennungszertifizierung und Kollisionsvermeidungsanalyse sind bei Subsatellite-Missionen entscheidend, da das freigesetzte Objekt zu einem unkontrollierten Objekt im Weltall wird, das aktive Raumfahrzeuge nicht gefährden und keinen Weltraumschrott erzeugen darf.

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