subvulkanisch
Englisch: subvolcanic
Eruptiv, aber mit Kornstruktur und Gefüge zwischen vulkanischen und plutonischen Gesteinen.
subvulkanisch: die Mittelstufe zwischen Lava und tiefem Magma
Subvulkanische Gesteine entstehen, wenn Magma in geringen Tiefen erstarrt, üblicherweise wenige hundert Meter unter der Oberfläche, aber noch unterirdisch. Sie verfestigen sich schneller als plutonische Gesteine (die tief unter der Erde über Millionen Jahre abkühlen), aber langsamer als vulkanische Gesteine (die an der Oberfläche sofort erstarren). Diese mittlere Abkühlungsgeschwindigkeit erzeugt eine charakteristische Kornstruktur: Kristalle sind mit bloßem Auge erkennbar, aber deutlich feiner als in Granit oder anderen tiefen Intrusionen.
Das häufigste subvulkanische Gestein ist Porphyr, benannt nach seinen unterschiedlich großen Kristallen. Porphyr enthält größere Phänokristalle (typischerweise Feldspat oder Quarz) in einer feinerkörnigen Grundmasse. Andere subvulkanische Varietäten sind Mikrogranit, Lamprophyr und Diabas. Geologen unterscheiden diese teils nach Mineralbestand und teils nach dem Temperaturverlauf während der Abkühlung. Die Grenze zwischen subvulkanisch und vulkanisch ist fließend; manche Andesit-Porphyre können je nach lokalen Abkühlungsraten als beides eingeordnet werden.
Subvulkanische Intrusionen sind für Rohstoffgewinnungsbetriebe relevant, weil sie häufig Erzvorkommen beherbergen und weil ihre Bruchmuster sich deutlich von sowohl tiefen plutonischen als auch oberflächlichen vulkanischen Gesteinen unterscheiden. Porphyr-Kupferlagerstätten, eine wichtige globale Erzquelle, treten typischerweise in subvulkanischen Umgebungen auf. Die kühlere und langsamere Kristallisation subvulkanischen Magmas ermöglicht es bestimmten erzbildenden Fluiden, sich zu konzentrieren und Metalle in abbaubare Zonen auszuscheiden. Porphyrlagerstätten können riesig sein, aber niedrige Gehalte aufweisen, weshalb sie wirtschaftlich nur bei großem Maßstab rentabel sind.
Der Begriff "subvulkanisch" selbst spiegelt ein historisches Klassifizierungsschema wider, das auf Abkühlungstiefe statt auf strenger Mineralchemie basiert. Frühe Geologen in Bergbaugebieten stellten fest, dass bestimmte Gesteine mittelstuft aussahen, und der Name haftete. Die moderne Geochemie und radiometrische Altersbestimmung haben die Definitionen verfeinert, aber Feldgeologen verwenden immer noch Textur und Korngröße als schnelle Erkennungsmittel. Ein subvulkanisches Gestein in der Handprobe zeigt durchgehend sichtbare Kristalle und unterscheidet sich damit sofort von glasigen oder feinerkörnigen Laven.
Bei Exploration und Rohstoffgewinnung beeinflusst die Gesteinstruktur die Grubenplanung. Subvulkanische Gesteine mit gut ausgebildeten Kluftmustern ermöglichen selektives Blockbruchabbau oder Tagebaubetrieb mit besserer Wandstabilität als hochzerklüftete vulkanische Gesteine, erfordern aber mehr Bohrungen als kompakte plutonische Formationen. Das Verständnis dafür, ob eine Zielzone subvulkanisch, vulkanisch oder plutonisch ist, hilft Geotechnikern, das Verhalten unter Sprengung und Belastung vorherzusagen.