Summator
Englisch: summator
Eine logische Schaltung oder ein anderes elektronisches Gerät, dessen Ausgabe die Summe von zwei oder mehr Eingangssignalen oder Werten ist.
Summator: Schaltung, die elektrische Signale zusammenaddiert
Ein Summator ist eine elektronische Schaltung, die zwei oder mehr Eingangssignale oder Zahlenwerte zu einem einzigen Ausgang kombiniert, der ihre Summe darstellt. In seiner einfachsten Form führt er eine Addition durch: Trägt ein Eingang 3 Volt und ein anderer 5 Volt, stellt der Ausgang 8 Volt dar (oder 8 in der digitalen Logik). Summatoren kommen in industriellen Steuerungssystemen, Datenerfassungshardware und analoger Signalverarbeitung vor, wo mehrere Sensormessungen oder Steuersignale zu einem einzelnen Ergebnis zusammengefasst werden müssen.
Summatoren haben je nach Signaltyp zwei Hauptformen. Analoge Summatoren verwenden Operationsverstärker mit Widerstandsnetzwerken, um kontinuierliche Spannungs- oder Stromsignale mit präziser Skalierung zu addieren. Ein klassischer invertierender Summierverstärker nutzt gleiche Eingangswiderstände und einen Rückkopplungswiderstand und erzeugt einen Ausgang, der proportional zur gewichteten Summe der Eingänge ist. Digitale Summatoren sind aus Logikgattern aufgebaute Schaltungen (Addierer), die Binärzahlen bitweise addieren und in Mikroprozessoren und speicherprogrammierbaren Steuerungen für arithmetische Operationen verwendet werden.
Industrielle Anwendungen und Grenzen
In der Prozessregelung kombinieren Summatoren Sensorausgänge: Ein Chargensystem kann den Massenstrom von mehreren Einlassenpumpen addieren oder den Stromverbrauch über mehrere Motorzweige summieren. Summatoren integrieren auch Ratensignale über die Zeit und wandeln Durchflussrate in Gesamtvolumen um. Die Auflösung und Geschwindigkeit eines Summators müssen zur Anwendung passen; analoge Summatoren haben Offsetdrift und Rauschen, die sich mit der Temperatur ansammeln, während digitale Summatoren Daten mit der Aktualisierungsrate der Regelschleife verarbeiten müssen.
Das Hauptausfallmerkmal bei analogen Summatoren ist die Sättigung des Verstärkers, wenn Eingangssignale die Versorgungsspannung übersteigen, wodurch der Ausgang begrenzt wird, statt korrekt zu addieren. Widerstandstoleranzen verursachen Verstärkungsfehler beim gewichteten Summieren. Bei digitalen Summatoren tritt Überfluss auf, wenn das Ergebnis die verfügbare Bitbreite übersteigt (ein 8-Bit-Addierer kann im unsignierten Modus keine Summen über 255 darstellen). Eine richtige Skalierung der Eingänge und die Wahl des Ausgangsbereichs sind für einen zuverlässigen Betrieb wesentlich.
Der Begriff Summator ist in Mittel- und Osteuropas sowie sowjetischer Industrieliteratur am gebräuchlichsten; westliche Texte verwenden typischerweise Summer oder Summierverstärker für analoge Schaltungen und Addierer für digitale Logik. Beide Begriffe beziehen sich auf das gleiche funktionale Prinzip: die einfache mathematische Operation der Addition, die in Echtzeit durch Hardware ausgeführt wird.