Swad
Englisch: swad
Eine dünne Schicht Bergeversatz am Boden eines Flözes.
Swad: die wertlose Erde an der Unterseite einer Kohleflöz
Ein Swad ist eine dünne Schicht aus Erde, Ton, Schiefer oder anderem taubem Material, das unmittelbar unter einer Kohleflöz liegt. Es bildet die Grenze zwischen der Kohle und dem darunter liegenden Gestein, und Bergleute müssen es während des Abbaus entfernen oder umgehen. Der Swad selbst hat keinen kommerziellen Wert und muss weggeräumt werden, um saubere Kohle zu erreichen; wenn Swad in der abgebauten Kohle vermischt bleibt, sinkt deren Güte und Heizwert.
Die Dicke eines Swad variiert erheblich, von einem Bruchteil eines Zolls bis zu mehreren Zoll, je nach Geologie der Flöz. Einige Flöze haben überhaupt keinen Swad, während andere eine durchgehende Schicht aufweisen, die sich über die gesamte Abbaufläche erstreckt. Harter, tragfähiger Swad kann den Unterhauzug schwieriger machen, da er sich gegen die Schneidewerkzeuge widersetzt; weicher, bröckeliger Swad kann zerfallen und während des Abbaus Staubprobleme verursachen.
Swad und Schneidestrategie
Bei Hand- oder Maschinenladearbeiten müssen Bergleute beurteilen, wie weit unter der Kohle geschnitten oder gekratzt werden soll. Schneidet man zu flach, bleibt Swad an der Kohle haften. Schneidet man zu tief, verschwendet man Arbeit beim Entfernen von zusätzlichem Stein, der hätte liegenbleiben sollen. Diese Überlegung wird in dünnen Flözen oder bei besonders hartem Swad kritischer.
Der Begriff selbst spiegelt die praktische Sprechweise des Kohlereviers wider: Swad ist ein altes Wort für ein Stück oder einen Streifen von etwas, das im Bergbaudialekt über Großbritannien und Nordamerika gebräuchlich ist. Es unterscheidet sich von Blaes (dem härteren Stein direkt über der Kohle) und vom allgemeinen Abraum, weil Swad speziell die untere Grenze der Flöz kennzeichnet. Den Swad zu erkennen und effizient damit umzugehen war schon immer ein Merkmal kompetenter Bergbauarbeit.