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Schiffbau und Werft

Masttabernakl

Englisch: tabernacle

Scharniervorrichtung, die das einfache Umklappen eines Mastes um 90 Grad aus der Senkrechten ermöglicht, etwa zum Bootstransport auf einem Anhänger oder zum Durchfahren unter einer Brücke.

Tabernackel: das Scharniergelenk zum Mastklappen

Ein Tabernackel ist eine drehbare Grundfassung, die es dem Mast ermöglicht, sich um 90 Grad zu drehen und längs über das Boot zu klappen. Sie besteht aus einem robusten Metallblock, der auf dem Deck oder Kabinendach verschraubt ist, und aus einem beweglichen Zapfen, der den Mastkopf (das untere Mastende) trägt und ihm erlaubt, nach achtern zu schwenken. Dieses System ist unverzichtbar auf Booten, die flache Gewässer befahren müssen, unter Brücken mit begrenzter lichter Höhe hindurchpassen oder auf Standard-Straßentrailern transportiert werden sollen.

Die Fassung leistet echte Strukturarbeit. Das Tabernackel muss die volle Drucklast des Mastes unter Segeln tragen, bei größeren Booten manchmal Zehntausende Pfund. Typischerweise wird es aus Aluminiumprofil, Edelstahl oder Bronzeguss gefertigt, und der Schwenkzapfen ist ein kräftiger Bolzen, normalerweise ein halber Zoll Durchmesser oder größer. Das Scharnier muss präzise ausgerichtet sein, damit der Mast beim Hochziehen oder Klappen nicht klemmt, und Verschleiß zwischen Zapfen und Loch kann mit den Jahren zu Spiel führen.

Das Hochziehen und Klappen des Mastes erfordert sorgfältige Handgriffe. Die stehende Takelage (Obere Wanten und Vorstag) muss so geführt werden, dass nichts verfängt, und das Mastgewicht braucht mechanischen Vorteil, entweder durch eine Handkurbel-Winde am Tabernackel oder ein Flaschenzugsystem durch die Kabine. Es ist schon zu schweren Verletzungen gekommen, wenn jemand zwischen den klappenden Mast und den Tabernackelblock geriet; die Operation wird deshalb nie gehetzt oder nebenbei gemacht.

Typische Schwachstellen

Korrosion ist der Hauptfeind, besonders dort, wo sich Süßwasser in der geklappten Mastposition sammelt. Festgerostete Schwenkzapfen, verbogene Decksblöcke durch Stoß oder fehlerhaftes Klappen und gerissene Schweißnähte an der Decksbefestigung sind alltägliche Reparaturen in Werften. Die ständige Minimalbewegung während des Segelns lockert die Fassung auch auf; regelmäßige Kontrolle der Befestigungsbolzen verhindert Ausfälle mit Folgen.

Die Bezeichnung selbst stammt von den beweglichen Holzfachwerken, die im alten Israel die religiösen Artefakte beheimateten und für den Transport auf und ab gelassen wurden. Frühe Schiffsingenieure liehen sich den Begriff für eine Fassung, die demselben Zweck diente: zusammenklappbar, transportierbar und im Feld reparierbar. Er bleibt bis heute Standardvokabular in Segelgemeinschaften, besonders bei Fahrtenseglern und Flussschiffern, wo die Brückenhöhen die Wahl zwischen Tabernackel-Mast und festverspanntem Mast bestimmen.

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