Webstuhlinstandhalter
Englisch: tackler
Eine Person, die Webstühle repariert.
Tackler: der Loom-Mechaniker, der die Mühlen am Laufen hielt
Ein Tackler war ein qualifizierter Handwerker in Textilmühlen, der für Wartung und Reparatur von Webstühlen zuständig war. Der Begriff ist heute weitgehend historisch und stammt aus der Zeit, als mechanisierte Weberei die britische und amerikanische Fertigung dominierte, besonders in Lancashire und Neuengland. Die Aufgabe des Tacklers bestand darin, Hunderte oder Tausende einzelner Webstühle in Betriebszustand zu halten, mechanische Fehler zu diagnostizieren und Reparaturen durchzuführen, die tiefes Wissen über Webstuhlkonstruktion und Bedienung erforderten.
Tackeln erforderte mehrere überlappende Fähigkeiten. Ein Tackler musste die Mechanik des Webstuhls selbst verstehen, das Timing und die Koordination seiner beweglichen Teile, die Spannung und Ausrichtung von Fäden sowie das Verhalten verschiedener zu produzierender Stoffe. Sie arbeiteten mit Zahnrädern, Ledertriemen, Metallwellen, Holzrahmen und den Schäften und Rietblättern, die die Fadenbewegung kontrollierten. Manche Arbeiten erforderten einfache Anpassungen; andere Aufgaben verlangten nach Herstellung von Ersatzteilen oder Änderung von Mechanismen für unterschiedliche Webmuster.
Hierarchie und Ausbildung
Das Tackeln war in Stufen organisiert. Ein Junior-Tackler oder Tackler-Lehrling begann mit Routinewartung und einfachen Reparaturen unter Aufsicht. Ein ausgebildeter Tackler konnte komplexe Probleme diagnostizieren und eigenständig arbeiten. Leitende Täckler-Positionen umfassten manchmal die Ausbildung von Lehrlingen oder die Überwachung mehrerer Webstühle über einen Mühlenbereich. Die Ausbildung konnte mehrere Jahre dauern, da das Tackling-Wissen praktisch und kumulativ war.
Die Herkunft des Begriffs ist unsicher, könnte aber vom Substantiv 'tackle' (Ausrüstung oder Gerät) oder vom Verb 'to tackle' (angehen oder bewältigen) stammen. Im zwanzigsten Jahrhundert, als Webstühle stärker automatisiert wurden und Mühlen sich zusammenschlossen, ging die spezialisierte Tackler-Rolle zurück. Moderne Textiltechniker erbten etwas dieses Wissens, aber der spezifische Jobttitel und das damit verbundene Handwerk wurden in den meisten entwickelten Textilbranchen bis in die 1960er und 1970er Jahre obsolet.
Für Industriehistoriker und jene, die Mühlenarbeit untersuchen, verkörpert der Tackler eine Kategorie von qualifizierten Fachkräften, deren Expertise in der Beherrschung mechanischer Systeme lag, nicht in deren Bedienung. Der Mühlenbesitzer beschäftigte Tackling-Personal in ungefähr proportionalem Verhältnis zur Anzahl der Webstühle: eine große Mühle mit 500 Webstühlen könnte zehn bis fünfzehn Tackling-Mitarbeiter über alle Schichten und Qualifikationsstufen hinweg beschäftigen.