taffetaähnlich gemacht
Englisch: taffetized
Mit einer Oberflächenstruktur versehen, die Taft ähnelt.
taffetiert: Gewebe mit glatter, papierartiger Oberflächenfinish
Taffetiert beschreibt ein Gewebe, das mechanisch bearbeitet wurde, um eine glatte, leicht steife Oberfläche mit charakteristischem Rascheln und Glanz zu erzeugen, die das Griff und Aussehen von Tafft nachahmt. Der Prozess komprimiert und ebnet die Faserstruktur an der Gewebeoberfläche, wodurch eine dichte äußere Schicht entsteht, die Licht gleichmäßig reflektiert und beim Anfassen oder Tragen das typische knisternde Gefühl erzeugt.
Der Taffetierungsprozess erfolgt typischerweise durch das Führen des fertigen Gewebes unter Druck durch geheizte Walzen, ein Verfahren, das Kalandern genannt wird. Temperatur, Druck und Walzenoberflächen-Textur beeinflussen alle das Endergebnis. Einige Mühlen nutzen strukturierte Walzen, um subtile Oberflächenmuster während des Taffetierens hinzuzufügen. Das Verfahren funktioniert mit Naturfasern, Synthetiken und Mischungen, wobei die Ergebnisse je nach Fasergehalt und Gewebestruktur variieren. Eine Baumwoll- oder Polyester-Leinwandbindung ist ein natürlicher Kandidat für das Taffetieren, weil das Verfahren mit der bestehenden Gewebestruktur arbeitet, anstatt gegen sie.
Taffetierte Gewebe erscheinen häufig in Bekleidungsfutterstoffen, Heimtextilien und technischen Textilien, wo ein gewisser Grad an Steifheit und Knitterbeständigkeit wünschenswert ist. Die Steifheit nimmt mit dem Tragen und Waschen ab; manche taffetierte Finishes sind temporär und verblassen schnell, während andere chemische Bindemittel verwenden, um den Effekt haltbarer zu machen. Die Behandlung reduziert auch Pilling und Faserraue durch das Versiegeln der Fasernenden.
Der Name leitet sich direkt von Tafft ab, einem Leinwandgewebe, das traditionell aus Seide hergestellt wird und für seinen glatten Glanz und seine steife Hand bekannt ist. Anstatt selbst Tafft zu sein, erreicht taffetiertes Gewebe einen ähnlichen Oberflächencharakter durch mechanische Mittel. Der Begriff wurde in Mühlen in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts zum Standard, als Kunstfasern und industrielle Veredelungstechniken den Effekt reproduzierbar und wirtschaftlich in großem Maßstab machten.