Teerblase
Englisch: tar boil
Kleine Blase oder Unebenheit in der Oberflächenschicht einer mit Splitt beschwerten Bitumenbahn.
Bitumenbeulen: Blasen, die sich unter Bitumendächern bilden
Eine Bitumenbeule ist eine lokale Blase oder Beule, die sich in der Deckschicht (oberste Bitumenschicht) einer Mehrschicht-Dachbahn bildet. Sie entsteht, wenn Feuchtigkeit, Luft oder andere flüchtige Stoffe unter der Bitumenoberfläche eingeschlossen werden und sich unter Hitzeeinwirkung ausdehnen, wodurch die erstarrte Schicht zu einer Kuppel nach oben gedrückt wird. Die Blase ist typischerweise weniger als einen Zoll bis mehrere Zoll groß und beeinträchtigt die Wetterfestigkeit der Dachkonstruktion.
Die Hauptursache ist Feuchtigkeit in dem Untergrund, in den Filzschichten oder Dämmschichten, die verdampft, wenn die Dachoberfläche in direktem Sonnenlicht aufgeheizt wird. Mehrschicht-Dächer, die unter feuchten Bedingungen gebaut oder ohne ausreichende Trocknungszeit zwischen den Schichten verlegt wurden, sind besonders anfällig für Beulenbildung. Dämpfe können auch aus dem Bitumen selbst freigesetzt werden, wenn es bei zu hohen Temperaturen aufgebracht wird oder wenn das Material Restwasser enthält. Schlechte Belüftung in der Dachhohlraum und versiegelte Kanten, die die Dampfwanderung verhindern, erhöhen Druck und Häufigkeit von Beulen.
Bitumenbeulen unterscheiden sich von anderen Dachschäden durch ihr charakteristisches Aussehen und ihre Ursache. Im Gegensatz zu Gehrungen oder Falten, die während der Verlegung entstehen, sind Beulen echte Vorwölbungen, die durch inneren Druck verursacht werden. Sie unterscheiden sich von Alligatorhaut oder Haarissen, die aus Materialverschleiß und Schwindung resultieren. Eine unbehandelte Beule reißt schließlich auf, wodurch die darunter liegenden Filzschichten und das Bitumen Wasserdurchdringung ausgesetzt sind und die Dachverschlechterung beschleunigt wird.
Der Begriff spiegelt die heftige Ausdehnung wider, die in der Bahn stattfindet, wenn das eingeschlossene Material dem Siedepunkt nahekommt. Die Reparatur erfordert das Aufschneiden der Beule, damit Feuchtigkeit entweichen kann, gründliches Trocknen des Hohlraums und erneutes Versiegeln der Dachoberfläche mit frischem Bitumen und Zuschlagstoff. Die Vorbeugung erfordert die Kontrolle des Untergrundfeuchtigkeitsgehalts vor der Verarbeitung und sorgfältige Verwaltung der Verarbeitungstemperaturen und des Zeitpunkts. Bei bestehenden Dächern können richtige Belüftung oder absichtliche Dachlüftung die Häufigkeit neuer Beulen reduzieren, indem eingeschlossene Feuchtigkeit nach außen wandern kann, bevor sich der Dampfdruck gefährlich aufbaut.