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Fertigung

Kopf und Schwanz

Englisch: top and but

Verfahren zum Bearbeiten von langen, sich verjüngenden Brettern, bei dem das Schwanzende eines Bretts an die Kopfseite eines anderen gebracht wird, um in zwei Schichten eine konstante Breite zu erreichen.

Oben und Diek: gestaffelte keilförmige Bretter für gleichmäßige Breite

Oben und Diek ist eine Verbindungstechnik zum Aufbauen von Breite aus zwei Schichten keilförmiger Bretter, die hauptsächlich in Möbel- und Schreinerbau verwendet wird. Das Verfahren besteht darin, die Bretter versetzt anzuordnen, sodass das dickere Ende (Diek) eines Brettes mit dem dünneren Ende (Oben) des anderen ausgerichtet ist und so eine Sperrholzplatte mit gleichmäßiger Dicke entsteht.

Das Verfahren löst ein praktisches Problem: lange keilförmige Bretter sind billiger und leichter zu beschaffen als vollflächiges Material, aber ein einzelnes keilförmiges Brett ist für konstruktive oder ästhetische Zwecke zu dünn. Durch das Schichten zweier keilförmiger Teile in entgegengesetzter Ausrichtung erreicht der Handwerker konstante Breite ohne den Verschnitt paralleler Kanten. Die Bretter werden in der Regel verleimt und manchmal mit Zapfen oder Dübeln vernagelt, um Verwölbung zu verhindern.

Oben und Diek kommt am häufigsten in Rahmenkonstruktionen vor, wo gleichmäßige Plattenstärke für Verbindungen wichtig ist, und bei massiven Tischplatten, wo das Verwölbungsrisiko durch die Sperrholzstruktur verringert wird. Das Verfahren erfordert sorgfältiges Abstimmen der Keilungsraten zwischen den Brettern. Wenn die beiden Teile unterschiedliche Keilungsgrade haben, wird die Sperrholzplatte nicht eben und die Leimfugen werden unter Spannung stehen.

Die Begriffe stammen aus dem alltäglichen Englisch: Die Diek (oder Butt) ist das dickere Ende eines keilförmigen Brettes, und Oben ist das dünne Ende. Dies entspricht historischer Holzfachsprache, in der Butt das schwere Ende eines gefällten Baumes bezeichnete. Die Gegenüberstellung von Gegensätzen im Namen erfasst das Wesen des Verfahrens: Man macht die Dicke konstant, indem man dünne und dicke Enden aneinandersetzt.

Dieses Verfahren war verbreitet, bevor moderne Hobelmühlen parallele Kanten zur Routine machten. Es wird noch in handwerklicher Arbeit und in Kontexten verwendet, wo die Verwertung keilförmiger oder unregelmäßiger Bretter wirtschaftlich ist. Das Verfahren erfordert sorgfältigere Passgenauigkeit und Leimarbeit als einfache Kantenverbindungen paralleler Bretter, bleibt aber schneller und weniger verschwenderisch als das handwerkliche Hobeln keilförmiger Bretter zu parallelen Kanten.

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