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Drucktechnik

Trigesimo-secundo

Englisch: trigesimo-secundo

Buchformat mit den Maßen 3,75" × 2,5" bis 5" × 3,125", das einem entsprechenden Papierformat entspricht.

Trigesimo-secundo: ein Buchformat, das ein Zweiunddreißigstel eines Bogens groß ist

Trigesimo-secundo oder 32mo ist ein Buchformat, das entsteht, wenn man einen großen Papierbogen zweiunddreißigmal faltet und so zweiunddreißig Blätter oder vierundsechzig Seiten im gebundenen Buch erhält. Die resultierende Seitengröße von etwa 3,75 Zoll mal 2,5 Zoll macht es zu einem der kleinsten praktischen Formate für gebundene Bücher. Diese Größe stellt das äußerste Ende des tragbaren Drucks dar und eignet sich für Taschenreferenzmaterialien, Andachtstexte und kompakte Feldführer, bei denen Lesbarkeit mit Tragbarkeit abgewogen werden muss.

Der Begriff stammt vom lateinischen Ordinalzahlwort für zweiunddreißig und folgt der historischen Namenskonvention für Buchformate, die auf der Anzahl der Blätter basiert, die aus einem Papierbogen entstehen. Drucker rechneten rückwärts von der gewünschten Seitengröße, um zu berechnen, wie viele Faltungen erforderlich waren. Ein Bogen Crown-Quarto-Papier (15 Zoll mal 20 Zoll), der nacheinander gefaltet wird, ergibt die angegebenen Abmessungen, wobei die genauen Proportionen jedoch von der ursprünglichen Bogengröße und davon abhängen, ob das Papier in Oktav-, Quarto- oder anderen Zwischenkonfigurationen gefaltet wird.

Herstellung und Praktikabilität

Das Binden von Trigesimo-secundo-Bänden stellt echte Herausforderungen dar. Der Rücken wird sehr schmal, manchmal nur etwa einen halben Zoll breit, was nur minimale Fläche für Klebestoff oder Faden lässt. Lagen müssen sorgfältig zusammengetragen werden, da Fehler im fertigen Produkt schwer zu erkennen sind. Die Faltmaschinen müssen präzise arbeiten; schon eine Fehlausrichtung um wenige Millimeter wird in den gebundenen Seiten sichtbar. Der digitale Druck hat die Kleinformatproduktion wirtschaftlicher gemacht, aber das Format bleibt im Handelsverlags-Verlag selten.

Die winzige Seitengröße erfordert strenge typografische Disziplin. Schriftgrößen unter 8 Punkt werden nahezu unleserlich, und Ränder müssen minimal ausfallen, um die ohnehin schon kleine Blattfläche nicht zu verschwenden. Illustrationen und Grafiken sind praktisch unmöglich. Trigesimo-secundo funktioniert am besten für textlastige Inhalte mit einfacher Formatierung: Taschenausgaben von Bibeln, Gebetsbücher, botanische Bestimmungsschlüssel und Referenztabellen, bei denen der Leser sich Zeit für jede Seite nimmt, anstatt zu überfliegen.

Heute erscheint Trigesimo-secundo nur noch selten außerhalb von Spezial- oder Luxusdrucken. Digitale Medien, Smartphones und kompakte Taschenbücher im Massenmarkt haben die meisten traditionellen Anwendungsfälle verdrängt. Wenn das Format heute verwendet wird, geschieht dies gewöhnlich als bewusste Wahl, um Bücherkultur zu würdigen oder ein eigenwilliges handgefertigtes Objekt zu schaffen, nicht weil das Format ein praktisches Problem besser löst als Alternativen.

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