Triger-Verfahren
Englisch: Triger process
Methode zum Abteufen durch wasserführende Schichten, bei der der Schacht mit Ausbauelementen versehen und mit einer Schleuse ausgestattet ist; die Arbeit erfolgt unter Druckluft.
Auslöseverfahren: Schachtabteufen unter Druckluft
Das Auslöseverfahren ist eine Schachtabteufmethode zum Durchfahren von wassersättigten oder instabilen Böden. Dabei wird eine Druckkammer aufrechterhalten. Eine Stahlausbau (Schachtrohr) wird während des Abstiegs eingebaut, und eine Schleuse oben erzeugt eine Dichtung. Druckluft wird in die Kammer unter der Arbeitsfläche gepumpt und hält Wasser sowie lockeres Material zurück, während Bergleute oder Maschinen den Schachtgrund abteufen. Der Luftdruck muss dem hydrostatischen Druck des Grundwassers in der Tiefe gleich sein oder ihn leicht übersteigen, um Zutritte zu verhindern.
Das Verfahren erfordert sorgfältige Verwaltung des Luftdrucks, typischerweise zwischen 0,3 und 3 bar je nach Tiefe und Bodenverhältnissen. Eine Druckkammer (oder Dekompressionskammer) ermöglicht Arbeitern einen sicheren Übergang zwischen atmosphärischer und Druckzone. Das Schachtrohr selbst, üblicherweise aus Gusseisen oder Stahlringen zusammengeschraubt, muss stark genug sein, um sowohl inneren Luftdruck als auch äußere Boden- und Wasserlasten beim Abstieg zu widerstehen.
Dekompression und Betriebsgefahren
Arbeiter, die längere Zeit in Druckkammern verbringen, riskieren Dekompressionskrankheit (Taucherkrankheit), wenn sie zu schnell aufsteigen. Gestufte Dekompression in der Schleuse, manchmal über Stunden bei tieferem Arbeitsbereich, ist wesentlich. Die beengte, druckluftgefüllte Umgebung verlangt auch sorgfältige Überwachung der Luftqualität, Abtransport von ausgebautem Material und Überprüfung der Stabilität des Schachtrohrs während des Abstiegs. Bodenkollaps, Luftverluste und Druckabfall gefährden sowohl Sicherheit als auch Fortschritt.
Das Auslöseverfahren wurde im 19. und frühen 20. Jahrhundert weit verbreitet zum Abteufen von Schächten und Tiefbrunnen verwendet, besonders wo andere Entwässerungsmethoden unpraktisch waren. Es bleibt für spezielle Anwendungen in schwierigem Untergrund einsatzfähig, doch moderne Alternativen wie Gefrierverfahren oder Chemikalieninjektionen haben seine Nutzung reduziert. Der Name leitet sich vom Auslösen oder Ablassen von Luftdruck her, um Arbeitsbedingungen zu schaffen, und unterscheidet das Verfahren von Tagebau- oder Trockenschachtmethoden.