Trog
Englisch: trogue
Hölzerne Rinne, die als Ablauf dient.
Troge: hölzerner Entwässerungskanal in Bergbauanlagen
Eine Troge ist eine einfache hölzerne Rinne, typischerweise V-förmig oder halbkreisförmig im Querschnitt, die Wasser von aktiven Bergbauanlagen ableitet. Aus Holz zugehauen oder aus Brettern zusammengesetzt, dient sie als Drainage für Sickerung, Grundwasser und durch den Bergbau entstehendes Wasser. In unterirdischen Bergwerken leitet die Troge diesen Wasserstrom zu Sumpfgruben oder Hauptentwässerungsstollen, wodurch Wassersammlungen vermieden werden, die die Ortsbrust überfluten oder Geräte beschädigen würden.
Die Abmessungen variieren je nach Ort und Wassermenge. Eine typische Troge misst etwa 150 bis 300 Millimeter in der Breite und erstreckt sich über Dutzende Meter entlang der Grubensohle, folgt dabei der Neigung des Abbaubetriebs. Das Gefälle ist entscheidend: typischerweise 1:20 oder steiler, um die Fließgeschwindigkeit aufrechtzuerhalten und Sedimentablagerungen zu verhindern. Das Holz muss dauerhaft genug sein, um ständige Wassersättigung und gelegentliche Stöße durch Bergbauwerkzeuge oder Erzbahnen zu ertragen.
Konstruktion und Verlegung
Traditionelle Troges wurden aus einem einzelnen Stamm gehackt, längs gespalten, oder durch Vernageln von Brettern in V-Form gebaut. Sie liegen direkt auf der Grubensohle oder werden auf Holzblöcken unterstützt, um das Gefälle beizubehalten. In Arbeitsbereichen verlaufen sie oft parallel zur Abbaurichtung, manchmal durch die Mitte eines Streckenauffahrts oder einer Fahrbahn, wo sich Wasser natürlicherweise sammelt. Bei beengten Verhältnissen können sie an der Seitenwand befestigt oder sogar über Kopf aufgehängt werden.
Der Begriff ist weiterhin unter älteren Bergarbeitern und in Unterlagen zum historischen Bergbau gebräuchlich, wobei moderne Betriebe Beton- oder Kunststoffkanäle für bessere Haltbarkeit und leichtere Wartung bevorzugen. In entlegenen oder handwerklichen Bergbaukontexten werden hölzerne Troges aber weiterhin vor Ort aus Lokalholz gebaut und instand gesetzt, wodurch sie kosteneffektiv und schnell zu installieren sind, wenn eine Abbaustolle verlagert wird oder sich Entwässerungsmuster ändern.
Verstopfte oder beschädigte Troges verursachen ernsthafte Probleme: Wasser staut sich an der Ortsbrust auf, erzeugt modriges, instabiles Gelände, verlangsamt den Abbau und erhöht das Unfallrisiko. Kontrolle und Reinigung von Schlamm und Gestein sind daher in Bergwerken mit Trogeentwässerungssystemen regelmäßige Wartungsaufgaben.