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Bergbau und Gewinnung

stänkern

Englisch: stank

Ein Grubenfeld mit ausgebrochenem Feuer absperren.

Stank: Absperrung einer brennenden Zone unter Tage

Ein Grubenfeuer abzusperren (zu stanken) bedeutet, den brennenden Bereich durch Errichtung oder Verschließung von Absperrungen zu isolieren und damit die Luftzufuhr zu unterbinden, die die Verbrennung fördern würde. Dies ist eine kontrollierte Aufgabe eines Bereichs: Man versiegelt die betroffene Zone mit Wänden, Türen oder Stopfungen (temporäre oder permanente Absperrungen aus Holz, Stein oder Beton) und lässt das Feuer seinen verfügbaren Sauerstoff aufzehren, bis es von selbst erlischt. Das Ziel ist, den Schaden einzudämmen, Arbeiter in angrenzenden Bereichen zu schützen und die katastrophalen Folgen eines unkontrollierten Untertagefeuers zu vermeiden, das sich durch die Grubenbaue ausbreitet.

Das Absperren erfordert schnelle Entscheidungen, weil jede Stunde Verzögerung das Feuer heißer werden und sich weiter durch Kohlenstaub, Holzstempel oder brennbare Flöze ausbreiten lässt. Grubenleitungen beurteilen, ob ein Feuer mit Wasser und Schaum bekämpft werden kann oder ob das Absperren die einzige sichere Option ist. Ist die Entscheidung gefallen, bauen Arbeiterteams aus verfügbaren Materialien Stopfungen auf und arbeiten sich von unbelasteten Strecken zum Feuerbereich vor. Die Arbeit ist gefährlich: Hitze, Rauch und Kohlenmonoxid drängen gegen die Stopfungen, und die Sicht ist praktisch null.

Bereitschaft und Überwachung nach einer Absperrung

Nach der Absperrung einer Zone muss sie laufend auf Gaslecks überwacht werden, besonders auf Kohlenmonoxid und Methan. Die Temperaturen an den Stopfungen können Tage oder Wochen lang erhöht bleiben, während das Feuer erlischt. Teams nehmen Messungen durch Bohrungen in die versiegelte Zone vor und passen die Bewetterung in den angrenzenden Bereichen an, um gefährliche Gasansammlungen zu verhindern. Wenn sich Druck hinter den Stopfungen aufbaut, können Entlastungsöffnungen vorsichtig geöffnet werden, um Gas abzulassen, ohne das Feuer erneut zu entzünden.

Der Begriff selbst ist in seiner Herkunft unklar, obwohl einige vermuten, dass er vom Stillen oder Verstoppen einer Wunde herrührt. Was die Absperrung von der einfachen Grubenschließung unterscheidet, ist die aktive Versiegelung unter Notfallbedingungen mit immer noch brennender Zone. Es ist ein letztes Mittel, das am häufigsten in tiefen Kohlegruben eingesetzt wird, wo sich Untertagfeuer unkontrolliert durch vernetzte Grubenbaue und Kohlenflöze ausbreiten können. Die Entscheidung, einen Bereich abzusperren, ist kurzfristig praktisch unwiderruflich: Eine Wiedereröffnung des abgesperrten Bereichs zur direkten Brandbekämpfung ist nur gerechtfertigt, wenn neue Informationen darauf hindeuten, dass das Feuer mit anderen Mitteln kontrolliert werden kann.

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