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Kfz-Technik

Unterfahrt

Englisch: underride

Ein Verkehrsunfall, bei dem ein Fahrzeug teilweise unter ein anderes Fahrzeug fährt.

Unterfahrunfall: wenn ein Fahrzeug bei einem Crash unter ein anderes Fahrzeug gerät

Ein Unterfahrunfall tritt auf, wenn ein Fahrzeug mit niedrigerem Profil, typischerweise ein Pkw oder Motorrad, bei einer Kollision teilweise oder vollständig unter ein höheres Fahrzeug gerät, üblicherweise einen Lkw oder Anhänger. Das niedrigere Fahrzeug fährt in den Raum unter dem Fahrgestell oder der Ladefläche ein, statt mit den Seiten Kontakt zu machen. Diese Geometrie verändert das Verletzungs- und Schadensmuster grundlegend gegenüber einem normalen Seitenaufprall oder Frontalcrash, oft mit katastrophalen Folgen für die Insassen des kleineren Fahrzeugs.

Unterfahrunfälle passieren am häufigsten, wenn ein Pkw auf die Rückseite eines stehenden oder langsam fahrenden Anhängers trifft, oder wenn ein Fahrzeug in einer Ausweichbewegung in die Seite eines Lkw gerät. Die Motorhaube und Windschutzscheibe des Pkw können komplett unter der Ladefläche hindurchgehen, sodass Dach und oberer Fahrgastraum des Pkw den Aufprall tragen, statt auf die vorgesehenen Knautschzonen zu treffen. Bei Autobahngeschwindigkeit sind die Folgen oft tödlich. Seitenunterfahrunfälle, bei denen ein Fahrzeug unter die Seite eines Anhängers gerät, sind seltener, kommen aber bei angewinkelten Kollisionen und beim Spurwechsel vor.

Behördliche Regelungen und Schutzvorrichtungen

Unterfahrschutzbalken hinten (auch ICC-Stoßfänger oder Unterfahrschutzvorrichtungen genannt) wurden in den USA ab 1968 bundesweit zur Pflicht an der Rückseite von Anhängern und Sattelzügen, wobei die Standards sich fortentwickelt haben. Dies sind Stahlkonstruktionen, üblicherweise 45 bis 60 cm über dem Boden, konzipiert um zu verhindern oder zu verlangsamen, dass ein Fahrzeug unter den Anhänger gerät. Seitenunterfahrschutzbalken sind weniger reguliert; viele Lkw fahren ohne sie, obwohl Seitenunterfahrunfälle schwerwiegend sind. Teststandards wie NHTSA-Bewertungen und IIHS-Crashtest-Studien haben den Fokus auf Unterfahrschutz in den letzten Jahren verstärkt.

Der Begriff entstand in der Unfallermittlung und Versicherungsarbeit, um diesen Schadensfall von normalen Kollisionsmustern zu unterscheiden. Da ein Unterfahrunfall oft die obere Fahrgaststruktur zerstört, die Insassen normalerweise schützt, können Fahrzeuge, die einen Front- oder Seitencrash bei gleicher Geschwindigkeit überstehen würden, bei einem Unterfahrunfall nicht überlebensfähig sein. Dies macht Unterfahrschutz zu einem anhaltenden Anliegen in der Fahrzeugsicherheit, im Fahrzeugdesign und im Straßenverkehrsmanagement.

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