Stauchmaschine
Englisch: upsetter
Eine Art Schmiedemaschine, die sich horizontal bewegt.
Upsetter: eine horizontale Schmiedepresse, die Metall verdickt
Ein Upsetter ist eine horizontale Schmiedemaschine, die Metall zwischen zwei Gesenken verdichtet, um die Querschnittsfläche zu vergrößern und die Länge zu verringern. Im Gegensatz zu Vertikalpressen wirkt der Upsetter kraft entlang der Achse des Werkstücks und drückt es in sich zurück. Diese Aktion wird Stauchen genannt und erzeugt die lokale Verdickung, der die Maschine ihren Namen verdankt. Häufige Anwendungen sind das Formen von Schraubenkopfköpfen, Nietspitzen, Schlepperäugen und Flanschwülsten an Wellen.
Die Maschine besteht aus einem festen Gesenk an einem Ende und einem beweglichen Stempel (oder Header) am anderen Ende. Das Werkstück wird zwischen ihnen gespannt oder positioniert, und der Stempel beschleunigt sich mit hoher Geschwindigkeit auf das Gesenk zu und erzeugt einen scharfen Schlag statt eines langsamen Drucks. Diese Schlagmethode ermöglicht es dem Stauchschmieden, Material schneller und mit weniger Gesamtkraft zu bearbeiten, als eine statische Presse benötigen würde. Allerdings erfordert dies steifere Ausrüstungen und besseres Gesenkdesign, um die Stoßbelastungen zu bewältigen.
Stauchschmiedemaschinen reichen von kleinen Header-Maschinen, die Befestigungselemente unter 1 Zoll Durchmesser formen, bis zu schweren Industrieupsettern, die Stäbe von 3 Zoll und größer bearbeiten können. Halbautomatische Maschinen führen Stabmaterial kontinuierlich zu, schneiden jedes Rohteil automatisch ab und positionieren es vor jedem Hub. Vollständig manuelle Maschinen erfordern Bedienereingaben für jedes Werkstück. Die Geschwindigkeit, Kraft und Gesenkgeometrie müssen zum Material passen; Aluminium und Messing stauen sich leicht auf, während hochkohlenstoffstahl und Edelstahl heißere Rohlinge und stärkere Maschinen erfordern.
Gesenkverscleiß ist das größte Wartungsproblem. Der konzentrierte Schlag des Stauchens kann Gesenke schneller rissig werden oder sich verformen als bei anderen Schmiedeverfahren, besonders wenn das Metall zu kalt ist oder die Geometrie eine Spannungskonzentration schafft. Die Rüstzeit ist auch wichtig: Der Wechsel von einer Teilenummer zu einer anderen erfordert den Austausch von Gesenken, das Einstellen von Anschlägen und das Testen der Werkstückpositionierung, was bei größeren Maschinen Stunden dauern kann.
Der Upsetter steht neben anderen Schlagschmiedemaschinen wie Fallhämmern und Spindelpressen in der Warmformwerkstatt, aber seine horizontale Wirkungsweise und hohe Geschwindigkeit machen ihn zum Workhorse für die Hochvolumen-Kopfbefestigung und Rohrverschraubungsproduktion. Er wird manchmal auch als Horizontalpresse oder in älteren Texten als Header-Maschine bezeichnet, besonders in den Befestigungsfachleuten.