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Bergbau und Gewinnung

Klauber

Englisch: wailer

Junge, der angestellt ist, um Steine, Pyrite und ähnliches aus der Kohle nach dem Sieben auszulesen.

Wailer: Das Kind, das Kohle von Hand sortierte

Ein Wailer war ein Kind, typischerweise zwischen sechs und vierzehn Jahren alt, das an einem Kohlesiebplatz nach der mechanischen Siebung aufgestellt wurde, um verbleibende Steine, Pyrite und andere Verunreinigungen aus der Kohle zu entfernen. Der Begriff stammte aus britischen Kohlegruben und war besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert verbreitet. Das Kind saß an einer Rutsche oder einem Tisch und nahm Kohle entgegen, die bereits durch mechanische Siebe gelaufen war, um dann ungeeignetes Material von Hand oder mit einem kleinen Hammer manuell auszusortieren.

Die Arbeit erforderte Geschwindigkeit und geübtes Urteilsvermögen. Ein Wailer musste Pyrite (Eisensulfid, das schlecht brennt und Kessel beschädigt), Schiefer, Ton, Tonstein und andere in der Kohle vermischte Mineralien erkennen. Diese Materialien verminderten die Brennstoffqualität und erhöhten den Aschegehalt, was nachgelagerte Prozesse verteuerte. Das Kind warf reine Kohle in einen Behälter und Abfälle in einen anderen, während die Kohle ständig über den Tisch bewegte.

Die Etymologie ist umstritten, stammt aber höchstwahrscheinlich vom schottischen Wort für wail oder weal, das heißt auswählen oder wählen, was den Auswahlprozess selbst widerspiegelt. Einige Quellen führen es auf 'waul' zurück, was schreien bedeutet, obwohl dies eher eine volksetymologische Deutung sein dürfte. Regionale Varianten waren 'pit screener', 'tripper' oder einfach 'picker', wobei die Bezeichnungen zwischen den britischen Kohlerevieren unterschiedlich waren.

Die Rolle wurde fast ausschließlich von Kindern ausgeführt, weil die Löhne gering gehalten werden konnten und junge Finger für die wiederholte Tätigkeit als geschickt galten. Wailer verdienen typischerweise zwischen zwei und fünf Schilling pro Woche, abhängig von Region und Zeitraum. Die Stelle war anfällig für Maschinenverletzungen und langfristige Atemwegsbelastung und wurde ab den 1920er Jahren progressiv durch mechanische Siebmaschinen und Schwerkrafttrennsysteme ersetzt.

Mitte des 20. Jahrhunderts war der Wailer in den Kohlegruben weitgehend verschwunden, da die mechanisierte Kohleaufbereitung zum Standard wurde. Der Begriff erscheint heute hauptsächlich in historischen Darstellungen und in Bergbau-Museen. Er steht für einen spezifischen Punkt in der Industriepraxis, als ungelernte Kinderarbeit als akzeptables Mittel zur Verbesserung der Rohstoffqualität in der primären Rohstoffgewinnung galt.

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