Windschutzblech
Englisch: windboard
Blech in einer Mähdrescher-Vorrichtung, das das geerntete Getreide abschirmt und verhindert, dass es vom Wind weggeblasen wird.
Windboard: Kornschutzschild am Mähdrescher-Schneidwerk
Ein Windboard ist eine gewölbte oder abgewinkelte Blende, die am Schneidwerk eines Mähdreschers angebracht ist und Seitenwinde abhält, damit das frisch geschnittene Getreide nicht von der Sammelschnecke und dem Fördersystem abgelenkt wird. Wenn das Schneidwerk das stehende Getreide schneidet, fällt das Korn lose herunter und muss zuverlässig in die Maschine gelangen. Seitenwinde können dieses Material zerstreuen, bevor es eingesammelt wird, was zu direkten Ernteausfällen führt. Das Windboard wirkt als Prallblech und schützt den Schnittstreifen während der kritischen Phase zwischen dem Schneiden und dem Transport in den Mähdrescher.
Windboards bestehen typischerweise aus Blech, Hartfaser oder Verbundwerkstoffen und sind in Neigung und manchmal auch in Höhe verstellbar. Ihre Wirksamkeit hängt teilweise von der Erntegeschwindigkeit, der Windrichtung und der Kornfeuchte ab; trockenes, leichtes Getreide ist anfälliger für Windverluste als feuchtes Gut. Die Blende darf den Durchfluss des geschnittenen Materials nicht behindern und darf nicht mit Spreu und Halbresten verstopfen. Deshalb ist bei der Konstruktion eine ausreichende Durchlass-Höhe erforderlich, und oft sind geneigte Flächen vorhanden, die das Material zur Schnecke lenken.
Gestaltungsvarianten und Kontext
Einige Schneidwerke haben feststehende Windboards über die gesamte Schnittbreite; andere nutzen segmentierte oder angelenkte Ausführungen, die an die Feldbedingungen angepasst werden können. Größe und Form des Windboards müssen zur Schnittbreite und zum Schneidmechanismus (Balkenmäher oder Rotationsmesser) passen, und es wirkt zusammen mit anderen Schnittwerk-Elementen wie Sammelketten oder Gurtbändern und dem Schneidbalken selbst. Bei schmalen Schneidwerken und leichtem Wind können Windboards minimal ausfallen; bei breiten Schneidwerken (10 Meter und mehr), die hochwertige oder trockene Körnerfrüchte ernten, werden sie wesentlich ausgeprägter.
Windverluste während der Ernte können in exponierten Feldern oder windy Jahren 2 bis 10 Prozent des Ertrags ausmachen, was das Windboard zu einem einfachen, aber messbaren Gestaltungselement macht. Betriebsleiter in chronisch windigen Regionen überprüfen häufig, dass Windboards vorhanden und richtig eingestellt sind, da diese Blenden verschleißen, sich verbiegen oder mit Schlamm und Ernteresten zusetzen können, was ihre Schutzwirkung mindert.