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Crossovers

Headcode: Lampen, die für Lokomotiven sprachen

Für die meisten Menschen ist ein Code geschrieben oder digital. Bei der Eisenbahn war es eine visuelle Sprache, die durch Öllampen an der Front der Lokomotive buchstabiert wurde.

Im gewöhnlichen Englischen ist ein Code ein Zeichensystem, üblicherweise aus Buchstaben oder Zahlen, zur Übermittlung von Informationen. Er existiert auf Papier, auf dem Bildschirm, in Radiowellen. Er ist abstrakt. Ein Headcode dagegen war konkret und sichtbar: die Identität eines Zuges durch die physische Anordnung von Lampen mitgeteilt.

Die britischen Eisenbahnen nutzten das Headcode-System vom Mitte des neunzehnten Jahrhunderts bis in die moderne Dieselzeit. Signalarbeiter, die eine Lokomotive in Dunkelheit oder Nebel herannahmen, konnten kein Schild oder eine Nummer lesen. Stattdessen lasen sie die Lampenanordnung. Zwei weiße Öllampen auf der linken Seite des Rauchkastens bedeuteten eine Zugklasse; zwei auf der rechten Seite bedeuteten eine andere; eine oben in der Mitte bedeuteten eine dritte. Ein Personenexpress, ein Güterzug, ein leerer Wagenumlauf, eine Leerfahrt: jeder hatte seine eigene feste Position oder Kombination. Der Code war nicht in Buchstaben, sondern in Geometrie, in Klammern und Lücken.

Dies war nicht einzigartig in Großbritannien. Europäische Eisenbahnen verwendeten ähnliche Systeme, und die Logik war universell: die Position der Lampen konnte aus der Entfernung in jedem Wetter gelesen werden, ohne dass der Signalarbeiter Text interpretieren musste. Die Lampen selbst waren tagsüber oft weiße Scheiben und wurden nachts durch Öllampen ersetzt, sodass das System über den gesamten Tag-Nacht-Zyklus funktionierte. Der Headcode war auch redundant: ein Signalarbeiter sah ihn wiederholt, während der Zug herannahte, was die Zugklasse bestätigte, bevor er seine Signale erreichte.

Der Begriff 'Headcode' erfasst die Verschmelzung von 'Head' (die Front der Lokomotive, wo die Lampen angebracht waren) und 'Code' (die Bedeutung, die in ihrer Position verschlüsselt war). Es ist eine Wortverbindung, die zu Eisenbahnen gehört und außerhalb von ihnen keinen Sinn hätte. Als farbige Lichtsignale und später elektronische Fahrstraßeneinstellung das ältere Telegraph- und Stellwerkssystem ersetzten, wurden Headcodes überflüssig. Moderne Güterlokomotiven in Großbritannien tragen noch immer Kopflampenanordnungen, die die alten Codepositionen widerspiegeln, ein Hauch der Lampensprache, aber nur wenige Signalarbeiter, die heute noch am Leben sind, können sie als Code lesen.

The dictionary entry

headcode (noun, rail equipment)
A code used to distinguish classes of train for the benefit of signalmen, formerly by using white oil lamps (or white discs) placed on brackets on the front of the locomotive. The various lamp positions defined the class of train.

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