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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

A1A-A1A

Achsanordnung bei Diesel- und Elektrolokomotiven mit zwei dreiachsigen Drehgestellen, bei der die beiden äußeren Achsen jedes Drehgestells angetrieben sind und die mittlere Achse nicht angetrieben ist.

A1A-A1A: sechs Räder pro Seite, vier davon angetrieben

Eine A1A-A1A-Lokomotive hat zwei Drehgestelle mit je drei Achsen in einer Reihe. Von diesen insgesamt sechs Achsen werden vier angetrieben (von Zugmotoren bewegt) und zwei laufen leer. Die angetriebenen Achsen sitzen außen an jedem Drehgestell, die mittlere Achse läuft frei. Diese Anordnung wird in der Eisenbahnnotation geschrieben, wobei A für eine angetriebene Achse und 1 für eine Leerlaufachse steht.

Die unbetriebene mittlere Achse trägt Last, überträgt aber kein Drehmoment auf die Schienen. Das hat einen bestimmten Zweck: Es verringert die Adhäsionslast (die Masse, die die angetriebenen Räder auf die Schiene drückt) gegenüber einem vollständig angetriebenen sechsachsigen Drehgestell, senkt dadurch die Zugkraft und hilft, Radschlupf auf schlechten Gleisen zu vermeiden. Die A1A-A1A wird daher bei Pendler- und Nebenbahn-Diesel- und Elektrolokomotiven bevorzugt, wo anhaltende hohe Kraft weniger wichtig ist als zuverlässiges Anfahren und moderate Geschwindigkeit.

Praktische Anwendung und regionale Varianten

Die Anordnung wurde zur Standardausführung bei vielen Lokomotiven mittlerer Leistung, besonders bei europäischen Eisenbahnen. Elektrolokomotiven dieser Bauart fahren erfolgreich mit Geschwindigkeiten bis 140 bis 160 km/h. Die Leerlaufachse verringert auch die ungefederte Masse und kann die Fahrtqualität verbessern, indem die Last gleichmäßiger über drei Auflagepunkte pro Drehgestell verteilt wird, statt sie auf zwei zu konzentrieren.

Der Wartungsbedarf unterscheidet sich von vollständig angetriebenen Drehgestellen. Die unbetriebene Achse benötigt Lagerschmierung und Überwachung, braucht aber kein Getriebe, keinen Zugmotor und keine Antriebswelle. Das macht A1A-Drehgestelle billiger in der Herstellung und einfacher zu überarbeiten als AA-Drehgestelle. Die Geometrie führt aber zu Komplexität: Die dreiachsige Anordnung erfordert eine sorgfältige Federungsauslegung, um alle Räder unter Last und in Kurven fest auf der Schiene zu halten.

Die A1A-A1A-Konfiguration verlor nach den 1980er Jahren an Bedeutung, da sich die Adhäsionskontrolle durch elektronische Systeme verbesserte und vollständig angetriebene Drehgestelle (z. B. Bo-Bo bei Elektrotriebwagen) wirtschaftlicher und flexibler machte. A1A-A1A-Lokomotiven begegnen Sie hauptsächlich in Museumsbahnen und auf bestimmten Nahverkehrsstrecken, wo sie noch in Betrieb sind.

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