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Bergbau und Gewinnung

Aphanit

Englisch: aphanite

Dunkle Ergussgesteine mit so feinem Gefüge, dass die einzelnen Kristalle mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.

Aphanit: dunkles Gestein mit Kristallen, die zu feinkörnig sind, um sie mit bloßem Auge zu erkennen

Aphanit ist ein dunkles Eruptivgestein, typischerweise Basalt oder Diabas, bei dem die Kristalle so klein sind, dass man einzelne Mineralkörner ohne Vergrößerung nicht unterscheiden kann. Das Gestein kühlte schnell ab, normalerweise an oder nahe der Oberfläche, was die Bildung großer Kristalle verhinderte. Obsidian und Basalt sind häufige Aphanite; sie wirken mit bloßem Auge einheitlich und glänzend oder matt, obwohl sie in mikroskopischer Skala kristallin sind.

Der Begriff stammt aus dem Griechischen aphanes und bedeutet unsichtbar oder verborgen, was die unsichtbare Kristallstruktur direkt beschreibt. Unter einem Dünnschliff im Mikroskop bei 100x Vergrößerung oder höher sieht man Mineralphasen: Pyroxen, Feldspat und Magnetit sind typisch in basaltischen Aphaniten. Die Kristallgröße liegt normalerweise unter 1 Millimeter, manchmal deutlich darunter.

Aphanit unterscheidet sich von porphyrischen Gesteinen, die sowohl feine als auch grobe Kristalle aufweisen, und von Pegmatit, das außergewöhnlich große Kristalle hat. Es unterscheidet sich von Gesteinen wie Granit, bei dem die Körnung groß genug ist, dass Quarz, Feldspat und Glimmer mit bloßem Auge erkennbar sind. Aphanit unterscheidet sich auch von vulkanischem Glas: Obsidian ist technisch gesehen eher amorph als kristallin, wird aber manchmal zusammen mit echten Aphaniten klassifiziert, weil es auch in der Lupe strukturlos wirkt.

In Steinbrüchen und der Zuschlagstoffproduktion sind Aphanite wie Basalt und Trappgestein wegen ihrer Härte und Dauerhaftigkeit wertvoll. Sie werden zu Straßenunterbau, Eisenbahnschotter und Betonzuschlag zerkleinert. Da die Kristalle fest gebunden und gleichmäßig groß sind, brechen Aphanite gleichmäßig und erzeugen weniger Feinmaterial als Gesteine mit großer Körnung. Spröde und Muschelbrutche sind beim Zerkleinern typisch.

Bohr- und Sprengteams kennen Aphanite als relativ konsistent zu bearbeiten: Das Fehlen sichtbarer Kristallgrenzen bedeutet weniger Schwachstellen, daher bricht das Gestein nicht bevorzugt entlang von Körnern. Aber die feine Körnung bedeutet auch weniger Durchlässigkeit und langsamere Wasserdurchsickerung, was die Stabilität von Bohrlöchern und die Sprengstoffplatzierung beeinflussen kann.

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