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Bergbau und Gewinnung

Fubarit

Englisch: fubarite

nounBergbau und Gewinnungcolloquial

Ein Gestein, das durch Brekziierung, Metamorphose oder andere Umwandlungen so stark verändert wurde, dass seine Herkunft nicht mehr erkannt werden kann.

Fubarit: Gestein, dessen Vergangenheit vollständig verwischt ist

Fubarit ist ein Gestein, das so gründlich umgewandelt, zertrümmert oder erhitzt wurde, dass man nicht mehr bestimmen kann, woraus es ursprünglich bestand. Der Name stammt von FUBA, dem Feldkürzel für "fouled up beyond all recognition" (völlig unkenntlich gemacht), was das Problem perfekt trifft: Ein Bergmann oder Geologe sieht zwar etwas Hartes und Steinartiges, aber die ursprünglichen Minerale, Strukturen und Gefüge sind zerstört oder so verändert, dass sie nicht mehr lesbar sind. Was einst Granit, Kalkstein oder Glimmerschiefer war, ist jetzt nur noch ein Durcheinander von Fragmenten oder eine umkristallisierte Masse ohne erkennbare Geschichte.

Die Umwandlung erfolgt durch mehrere häufige Prozesse in der Tiefe. Impaktbrekzien durch Meteoriteneinschlag oder heftige geologische Verwerfungen zertrümmern das Gestein in eckige Bruchstücke, die ohne Rücksicht auf ihre Herkunft zementiert werden. Hydrothermale Alteration flutet das Gestein mit heißen, chemisch aggressiven Fluiden, die ursprüngliche Minerale auflösen und neue an ihrer Stelle entstehen lassen. Versenkungsmetamorphose backt das Gestein unter Druck und Temperatur in der Tiefe so auf, dass es in feinkristalline Gefüge umkristallisiert, die dem Ausgangsmaterial überhaupt nicht ähneln. In der Nähe von Lagerstätten oder Kontaktzonen können mehrere Prozesse zusammenwirken und Zerstörung auf Zerstörung schichten.

Warum das im Gelände wichtig ist

Für Mineralerkundung und Rohstoffgeologie ist Fubarit in erster Linie ein Nachteil. Man kann damit nicht die strukturelle Geschichte einer Region lesen, nicht vorhersagen, wo Lagerstätten liegen könnten, und nicht verstehen, welche Gesteinsmassen man tatsächlich vor sich hat. Ein Bohrkern, der als Fubarit ankommt, gibt sehr wenig brauchbare Informationen über die umgebende Geologie. Es erschwert die Korrelation zwischen Bohrungen und zwingt Geologen, sich stärker auf geochemische Analytik und räumliche Position zu verlassen als auf visuelle Beobachtung. In manchen Fällen kann intensive Alteration und Brekziierung aber auch auf die Nähe zu Mineralisierung hindeuten; Fubarit am Rand einer Lagerstätte könnte auf wirtschaftlich interessante Geologie in der Nähe hinweisen, auch wenn der Fubarit selbst keine Erze enthält.

Der Begriff ist streng informal und taucht nicht in formaler Stratigraphie oder geologischer Kartierung auf. Man hört ihn in Gesprächen auf der Baustelle, in Bohrprotokollen und Feldnotizen, wo Arbeiter schnell und ehrlich sagen müssen: "Wir können nicht herausfinden, was das ist." Es gibt formalere Alternativen: "Protolith nicht zu bestimmen", "gründlich alterat" oder spezifische Beschreibungen wie "hydrothermale Brekzie", aber diese haben nicht die Direktheit, etwas als Fubarit zu bezeichnen.

Fubarit wird problematisch, wenn es in größeren Mengen um Schächte oder Stollen auftritt, weil seine mechanischen Eigenschaften unvorhersehbar sind. Brekziiertes Gestein kann schwach und instabil sein; umkristallisierter metamorpher Fubarit kann überraschend hart und spröde sein. Beides sagt wenig über Tragfähigkeit, Wasserdurchlässigkeit oder Abbauschwierigkeit aus. Bauleiter müssen direkt prüfen, anstatt sich auf Handstückbeschreibung oder Dünnschliffbeobachtung zu verlassen.

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