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Fertigung

Kleidung

Englisch: attire

Die eigene Kleidung; das, was man trägt; die Bekleidung.

Arbeitskleidung: die komplette Schutzausrüstung und funktionale Kleidung für den Job

In der Fertigungsindustrie bedeutet Arbeitskleidung die vollständige Garnitur an Schutzkleidung und Schuhwerk, die getragen wird, um die Sicherheitsanforderungen und betrieblichen Anforderungen des Arbeitsplatzes zu erfüllen. Das geht weit über normale Kleidung hinaus: sie ist durch Vorschriften, Prozessgefahren und Betriebsstandards vorgegeben. Die Arbeitskleidung eines Gießereiareiters unterscheidet sich völlig von der eines Reinraumtechnikers, und beide sind nicht verhandelbar.

Die Komponenten variieren je nach Gewerbe und Gefahrenklasse. In Textilmühlen ist eng anliegende Kleidung ohne lose Enden erforderlich, um Verwicklungen in rotierenden Maschinen zu verhindern; flammenhemmende Stoffe nach NFPA 2112 oder gleichwertig sind in Betrieben mit brennbaren Flüssigkeiten oder Gasen vorgeschrieben. Chemieunternehmen verlangen chemikalienbeständige Anzüge, häufig aus Butylkautschuk oder laminiertem Polyethylen je nach Substanz. Stahlwerke schreiben Lederschürzen, Gesichtsschutzschilde und Beinstulpen vor. In der Metallverarbeitung sind schnittfeste Ärmel und Handschuhe erforderlich; in der Lebensmittelverarbeitung sind Kunststoffgarnituren in Lebensmittelqualität und Bartabdeckungen vorgeschrieben.

Normen und Umsetzung

Anforderungen an die Arbeitskleidung sind in betrieblichen Standard Operating Procedures (SOPs) festgelegt, oft abgeleitet von OSHA-Vorschriften, Industrienormen wie ANSI/ASSE-Normen oder Vorgaben von Versicherern. Nichtbeachtung führt in der Regel zum sofortigen Ausschluss aus dem Arbeitsbereich. Arbeitgeber haften für die erzwungene Einhaltung; Arbeitnehmer tragen die Verantwortung für die Instandhaltung der Garnituren in vorgegebener Kondition, einschließlich regelmäßiger Überprüfung auf Risse, Chemikalienverunreinigung oder Verlust der Schutzschicht.

Der Begriff spiegelt die Industriepraxis wider, dass das, was man trägt, keine Wahl ist, sondern ein integrales Element des Gefahrenleitsystems. Anders als bei der persönlichen Kleiderordnung ist Arbeitskleidung präventive Schutzausrüstung. Abgenutzte, beschädigte oder ungeeignete Arbeitskleidung wird genauso behandelt wie fehlende oder defekte PSA: es ist ein Fehler der Kontrolle, nicht eine Stilfrage.

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