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Bergbau und Gewinnung

Berge

Englisch: attle

Abfall oder Ausschuss aus zerbrochenem Gestein mit wenig oder keinem Erz; besonders das wertlose Gestein, das nach der Erzauswahl übrigbleibt.

Attle: Bergematerial mit fast keinem Erzwert

Attle ist das beim Bergbau gewonnene Gestein, das wenig bis gar keinen wirtschaftlich abbaubaren Erzgehalt enthält. Es ist ein unvermeidliches Nebenprodukt von Untertagebau und Tagebauoperationen und wird während des Ausleseprozesses vom Erz getrennt. Das Material reicht je nach Abbaumethode und Härte des Nebengesteins von faustgroßen Brocken bis zu feinem Staub.

Im Hartgesteinbergbau entsteht Attle in erheblichen Mengen. Eine Kupfermine mit einer Erzführung von 0,5% Kupfer muss möglicherweise fünf bis zehn Tonnen Attle pro Tonne Erz zur Aufbereitung fördern. Dieses Material muss transportiert, gelagert oder entsorgt werden, weshalb die Bewirtschaftung von Attle einen erheblichen Betriebskostenfaktor darstellt. Das Material wird normalerweise in Bergehalden in der Nähe der Mine oder bei größeren Operationen mit Lastwagen oder Förderbändern in dedizierte Lagerungsbereiche transportiert.

Die Zusammensetzung von Attle hängt von der Geologie ab. In einer Goldmine, die durch Granitnebengestein arbeitet, besteht Attle hauptsächlich aus Quarz und Feldspat mit wenig Edelmetall. In Buntmetallminen kann Attle Spurenmengen des gesuchten Metalls enthalten, aber unter der wirtschaftlichen Gewinnungsschwelle. Manches Attle kann weiter zerkleinert werden, um feinere Erzpartikel zurückzugewinnen; andere Halden werden einfach der Verwitterung überlassen.

Der Begriff und seine Herkunft

Attle ist ein englisches Regionalwort mit Wurzeln in den Bergbauregionen der Penninen und Cornwalls. Es beschreibt den rauen, zerbrochenen Charakter des Abfalls: wertlose Gesteinsstücke, die zurückbleiben. Das Wort erscheint in Bergbauunterlagen seit mindestens dem 18. Jahrhundert, besonders im Blei- und Zinnbergbau. Es ist in der modernen standardisierten Bergbauterminologie weniger verbreitet, wo Operateure jetzt oft Bergematerial, Abraum oder Tailings verwenden, obwohl diese Begriffe nicht exakt gleichbedeutend sind.

Attle unterscheidet sich von Tailings, das ist der fein gemahlene Abfall aus Erzaufbereitungsmühlen. Attle unterscheidet sich auch von Abraum, das ist das unmineralisierte Gestein, das vor Abbaubeginn entfernt wird. Attle ist das grobe, zerbrochene erzhaltige Gestein, das während der Sortierung und Anreicherung am Bergwerksmund ausgeschieden wird.

Im modernen Bergbau stellen Attle-Halden Umweltrisiken dar. Saurer Grubenwässer kann entstehen, wenn Sulfidminerale im Attle durch Kontakt mit Luft und Wasser oxidieren. Staubbekämpfung, Sickerungsverwaltung und Böschungsstabilität sind regelmäßige Herausforderungen. Einige Betriebe untersuchen jetzt Attle-Halden auf Rückgewinnungswert, wenn die Erzgehalte sinken, oder prüfen, ob das Material in Bausplitte oder Straßenunterbau verwendet werden kann. Der Begriff bleibt in Verwendung in regionalen Bergbauoperationen und historischen Bergbaustätten.

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