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Bahntechnik

Autoballaster

Englisch: autoballaster

Ein Schotterwagen zur Beförderung neuen Schotters, der dann entlang eines Gleisabschnitts verteilt wird

Autoballaster: selbstladende Gleisschotterstreu-Maschine

Ein Autoballaster ist ein spezialisierter Eisenbahnwagen, der Schotter sowohl transportiert als auch mechanisch ohne Handarbeit entlang der Gleisbettung verteilt. Die Maschine verbindet einen Schüttenwagen mit einer Ausbreitungsvorrichtung, die durch die Zugbewegung oder einen eingebauten Motor angetrieben wird. Dadurch kann ein einzelner Maschinenführer an einem Arbeitstag Schotter auf Kilometerstrecken instandhalten oder neu aufbringen.

Der typische Autoballaster sitzt auf Standardspurdrehgestellen und fasst zwischen 15 und 30 Tonnen Schotter, üblicherweise kantige Granit- oder Kalksteinsplitter in der Größe von 25 bis 40 Millimetern. Während der Wagen vorwärts fährt, verteilt ein mechanisches Ausbreitungswerk unter der Schütte den Stein quer und längs über die Schwellen und Böschungen. Verstellbare Schieber regeln die Auslaufmenge. Moderne Maschinen nutzen Hydrauliksysteme mit eingebautem Dieselmotor, ältere Typen setzen auf bodengetriebene Wellen, die sich beim Raddrehung mitdrehen.

Diese Wagen werden bei großen Gleiserneuerungen oder nach intensivem Verkehr unverzichtbar, wenn Schotter zusammengepresst und verschoben wurde, was die Entwässerung verschlechtert und die Gleislage beeinträchtigt. Eine gut instandgehaltene Schotterauflage verhindert Wasserstau, stabilisiert die Schwellenlage und verlängert die Lebensdauer der Schienen um Jahre. Auf stark befahrenen Strecken besuchen Autoballaster Abschnitte alle zwei bis drei Jahre.

Betrieb und Varianten

Autoballaster werden als Teil eines Bauzugs geschleppt, positioniert zwischen einer Lokomotive und nachfolgenden Verdichtungsmaschinen, die den neuen Stein verdichten. Manche Modelle haben eine Siebbaugruppe, um Feinteile und Überkornanteile vor dem Ausstreuen zu entfernen und so die Schotterqualität zu verbessern. Gelenkwagen ermöglichen engere Kurvenfahrten auf Strecken mit beschränkter Geometrie.

Der Name spiegelt die Automatisierung wider, was früher mühsame Handarbeit durch Gleisarbeiter mit Schaufeln war. Maschinenführer beobachten aus einer Kabine oder einem Steuerhaus Ausrichtung und Abdeckung und halten das Ausstreuen an, wenn Wagen oder Hindernisse voraus sichtbar werden. Verschleiß am Ausbreitungswerk, Verstopfungen durch feuchten Schotter und ungleichmäßige Verteilung durch verschlissene Drehgestelle sind häufige Wartungsprobleme, die bei Nichtbeachtung die Leistung verschlechtern.

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