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Bahntechnik

Achslast

Englisch: axle load

Das Gesamtgewicht einschließlich Last, das eine Achse mit ihren Rädern auf eine Straße oder Eisenbahnfläche überträgt. Dies ist besonders in Bezug auf die Tragfähigkeit von Straßen- und Eisenbahnbauwerken wichtig, besonders bei Brücken.

Achslast: Gewicht pro Achse, das auf das Gleis drückt

Die Achslast ist die gesamte Abwärtskraft, die eine einzelne Achse mit ihren Rädern auf die Schienenoberfläche ausübt. Im Eisenbahnbetrieb umfasst sie das Gewicht der Achse, der Räder und der Lager selbst plus den Anteil des Wagenkastens und der Ladung, den diese Achse trägt. Gemessen wird sie in Tonnen oder Kilonewton und stellt eine Punktlast dar, keine verteilte Last.

Die Eisenbahninfrastruktur ist ausgelegt für bestimmte Achslasten. Ein typischer moderner Güterwagen erzeugt 20 bis 30 Tonnen pro Achse; Personenzüge fahren meist mit 17 bis 20 Tonnen pro Achse. Schwere Erz- oder Containerzüge können 30 Tonnen pro Achse überschreiten. Schienen, Schwellen, Schotter und Unterbau sind mit einer maximalen zulässigen Achslast bemessen. Wird diese überschritten, drohen Schienenverformung, Schotterzertrümmerung, Setzungen des Untergrundes oder Strukturschäden an Brücken und Durchlässen.

Warum sie wichtiger ist als das Gesamtzuggewicht

Ein Zug mit 1.000 Tonnen verteilt auf 50 Achsen richtet weit weniger Schaden pro Achse an als ein 500-Tonnen-Zug auf nur 10 Achsen. Die Gleisbeschädigung häuft sich mit jeder Achsenüberfahrt und mit der Größe jeder einzelnen Belastung; hohe Achslasten richten pro Fahrt mehr Schaden an als verteilte Lasten. Deshalb schreiben die Vorschriften maximale Achslasten vor, nicht maximale Zuggewichte.

Die Achslast wird kritisch auf älteren Strecken, Nebenbahnen und Museumsbahnen, wo Gleis, Schienen und Brücken nach leichteren Standards gebaut wurden. Ein moderner Containerzug, der auf Hauptstrecken frei verkehrt, kann auf Nebenbahnen unzulässig sein. Umgekehrt erfordert die Ertüchtigung einer Bahn für schwerere Lasten oft den Austausch von Schienen, Erneuerung von Schwellen oder den Neubau von Brücken und Dämmen.

Die Achslast ist auch über den Zug verteilt ungleichmäßig. Die Triebachsen einer Lokomotive und Achsen direkt unter schweren Lasten tragen mehr Gewicht als Laufachsen leerer Wagen. Ungleiche Verteilung ist normal, aber extreme Unausgeglichenheit kann Probleme verursachen: überbelastete Achsen verschleißen schneller, während unterbelastete Achsen an Traktion oder Stabilität verlieren können. Die Gewichtsverteilung über die Achsen ist daher eine praktische Herausforderung für Zugbetreiber, Versender und Instandhaltungsplaner.

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