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Bahntechnik

Achsschutz

Englisch: axle guard

Der Teil des Rahmens eines Eisenbahnwagens oder Drehgestells, durch den eine Achsbuchse seitlich gehalten wird und sich vertikal bewegen kann.

Achslagergehäuseführung: das Bauteil, das die Achse stabil hält

Eine Achslagergehäuseführung ist ein Strukturbauteil eines Eisenbahn-Drehgestells (des Fahrwerks unter einem Wagen), das das Achslagergehäuse fasst und trägt. Dieses Gehäuse wiederum die rotierende Achse und ihre Lager hält. Die Führung besteht aus zwei senkrechten Stahlteilen, eines auf jeder Seite der Achse, die einen engen Spalt oder Kanal bilden. Das Achslagergehäuse sitzt in diesem Kanal und wird seitlich festgehalten, während es sich beim Zusammendrücken und Ausfahren der Federung über unebenen Gleisen frei auf und ab bewegen kann.

Die Führung muss steif genug sein, um den Seitenkräften beim Kurvenfahren und durch Gleisunregelmäßigkeiten standzuhalten. Der Spielraum zwischen Führung und Gehäuse ist aber bewusst groß genug, um die senkrechte Bewegung ohne Verklemmen zu ermöglichen. Der typische Spielraum wird in Millimetern gemessen. Gusseisen war früher Standard, moderne Führungen werden aber oft aus Walzstahlblech gefertigt und ans Drehgestell geschraubt. Die Tiefe der Führungsnute und die Wanddicke variieren je nach Gewichtsklasse des Wagens und der Federungsauslegung.

Eine verschlissene Achslagergehäuseführung erlaubt dem Gehäuse seitliche Bewegungen, was zu verstärktem Verschleiß der Führung selbst führt und möglicherweise das Gehäuse zum Rahmen oder anderen Bauteilen führt. Verschmutzung, Feuchte und Salzablagerungen in der Führungsnute fördern Korrosion an Führung und Gehäuse, was zu festgerosteten Gehäusen und Sicherheitsrisiken führt. Die Kontrolle der Passung von Führung und Gehäuse ist regelmäßige Wartungsaufgabe bei Güter- und Personenwagen, besonders im Winterbetrieb, wenn Straßensalz die Korrosion beschleunigt.

Der Begriff "Führung" spiegelt ihre Schutzfunktion wider: Sie fasst das Achslagergehäuse und hindert es gleichzeitig daran, völlig vom Drehgestellrahmen abzufallen. Diese einfache, aber entscheidende Funktion hat sich seit dem 19. Jahrhundert grundsätzlich nicht verändert, auch wenn sich Werkstoffe und Fertigungsmethoden weiterentwickelt haben. Die Achslagergehäuseführung arbeitet mit den Primär- und Sekundärfedern des Drehgestells zusammen, die die vertikale Lastaufnahme und Stoßdämpfung übernehmen, während die Führung für die Seitenstabilität zuständig ist.

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