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Arbeitssicherheit

Zubringerleitungslegung

Englisch: backstretch

Das Verlegen einer Versorgungsleitung von der Brandstelle rückwärts in Richtung Wasserquelle.

Rückleitung: Schlauchlegen vom Brand zur Wasserquelle

Die Rückleitung ist die Schlauchleitungskette, die einen Brandort mit der Wasserquelle verbindet, ob Hydrant, Tankwagen oder natürliches Gewässer. Bei der Brandbekämpfung in Industrieanlagen führt diese Leitung das große Volumen und den Druck, der für Angriffsleitungen und Großrohre erforderlich ist. Der Begriff spiegelt die physische Verlegungsrichtung wider: Feuerwehrleute arbeiten rückwärts vom Brand zur Versorgung und bauen damit das Rückgrat jedes umfangreichen Löscheinsatzes auf.

Auf einem Industriegelände wird für die Rückleitung üblicherweise ein Schlauch von 2,5 Zoll Durchmesser für mittlere Strecken oder 3 Zoll und größer für Entfernungen über 500 Fuß oder wenn mehrere Angriffsleitungen versorgt werden müssen, verwendet. Der Druckverlust durch Reibung nimmt mit dem Schlauchdurchmesser und der Durchsatzgeschwindigkeit deutlich zu; eine Rückleitung mit 500 Gallonen pro Minute durch 1000 Fuß 2,5-Zoll-Schlauch erlebt einen Druckabfall im Bereich von 100 bis 150 psi, abhängig von Kupplung und Schlauchwerkstoff. Dieser Verlust muss berechnet und durch Pumpendruck an der Quelle ausgleichen werden.

Die Rückleitung unterscheidet sich grundlegend von der Angriffsleitung. Während Angriffsleitungen oft kleinere Durchmesser haben und gegen die Gefahr vorrücken, ist die Rückleitung ein stationäres Versorgungsrückgrat, das während der ersten Lageerkundung verlegt wird und während des gesamten Einsatzes ortsfest bleibt. In Industrieanlagen mit großen Lagerhallen oder Freilagerbeständen kann die Rückleitung um Hindernisse herum, über Straßen oder sogar Steigungen verlegt werden; Relaisstationen werden in Abständen positioniert, um den Druck für Abschnitte jenseits der praktischen Einsatzgrenze einer einzelnen Pumpe wiederherzustellen.

Häufige Probleme

Ausfälle der Rückleitung unter Betriebslast entstehen meist durch geknickte Schläuche an Kurven, verschlissene Kupplungen oder Erschöpfung der Wasserquelle. Auf Industriegeländen mit starkem Fahrzeugverkehr kann eine ungeschützte Rückleitung gequetscht oder beschädigt werden. Schlauchtische und beschwerte Leitungen sind Standardschutzmaßnahmen. Wasserschlag, verursacht durch plötzliches Schließen eines Ventils am Brandort, überträgt Druckstoß durch die gesamte Rückleitung und kann Verbindungen zerreißen oder schwache Stellen platzen lassen; Überdruckventile an modernen Fahrzeugen begrenzen dieses Risiko.

Der Begriff ist primär Fachvokabular des nordamerikanischen Feuerwehrwesens und wird selten im zivilen Bauwesen oder Fabrikbetrieb verwendet. Jedoch müssen Werksfeuerwehren und Sicherheitsteams die Hydraulik der Rückleitung und Verlegungseinschränkungen verstehen, wenn sie die Löschmittelvorhaltung für hochwertige oder gefährliche Bereiche vorplanen. Die Leistungsfähigkeit einer Rückleitung wird nicht allein durch die Wasserquelle bestimmt, sondern auch durch ihren Durchmesser, die Länge, das Alter, die Kupplungszugfestigkeit und die verfügbare Pumpenleistung zum Überwinden ihres Widerstands.

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