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Kfz-Technik

Blipper

Englisch: blipper

Vorrichtung, die beim Herunterschalten die Drosselklappe betätigt, für sanftere Gangwechsel und zur Vermeidung von Durchdrehen.

Blipper: Drosselklappen-Blip-Werkzeug für drehzahlabgestimmte Herunterschalten

Ein Blipper ist ein elektronisches Modul, das während eines Herunterschaltens die Motordrehzahl (RPM) kurzzeitig erhöht und an die Fahrgeschwindigkeit des niedrigeren Gangs anpasst. Dies verhindert die abrupte Verzögerung und den Antriebsstrang-Ruck, der auftritt, wenn ein Fahrer herunterschaltet, ohne die Drosselklappe manuell zu betätigen. Das Gerät gibt einen kurzen Impuls der Kraftstoffeinspritzung oder der Zündtiming-Anpassung ab, um die Drehzahl für einen Bruchteil einer Sekunde zu erhöhen, und kehrt dann zu den Leerlauf- oder Tempomat-Einstellungen zurück.

Blipper sind am häufigsten auf leistungsstarken Motorrädern und rennstreckenorientierten Autos anzutreffen, wo präzise Drosselklappensteuerung bei hohen Geschwindigkeiten kritisch ist. Bei Motorrädern wird der Blipper typischerweise vom Herunterschalt-Hebel selbst ausgelöst und erkennt, wenn der Fahrer die Kupplung betätigt und herunterschaltet. Bei Autos mit Automatik- oder Doppelkupplungsgetriebe ist das System in die Getriebesteuereinheit integriert und wird bei Herunterschalt-Befehlen aktiviert. Fahrzeuge mit Schaltgetriebe können mit Blippern nachgerüstet werden, die die Kupplungsbetätigung und die Gangwahl über den Schalthebel erfassen.

Warum es auf der Rennstrecke und der Straße wichtig ist

Ohne Blipping erzeugt ein Herunterschalten vom fünften in den vierten Gang bei 100 km/h eine Geschwindigkeitsabweichung: Die Motordrehzahl ist zu niedrig für den Gang, daher versucht das Hinterrad, schneller zu fahren, als der Motor aufrechterhalten kann. Dies führt zu Blockieren oder Rutschen des Hinterreifens, besonders bei Motorrädern, wo die Gewichtsverlagerung extrem ist. Ein drehzahlabgestimmtes Herunterschalten hält die Reifengeschwindigkeit mit der Motordrehzahl synchron, bewahrt die Bodenhaftung und ermöglicht sofortige Beschleunigung nach dem Schaltvorgang. Auf Straßenmotorrädern reduziert es auch den Verschleiß des Getriebes und eliminiert das ruckartige Gefühl, das Insassen spüren.

Nachgerüstete Blipper sind sehr unterschiedlich in ihrer Ausarbeitung und ihren Kosten. Einfache Geräte unterbrechen einfach die Kraftstoffzufuhr oder Zündung für eine feste Dauer beim Herunterschalten; Premium-Geräte modellieren Motorbeanspruchung, Lufttemperatur und Übersetzungsverhältnis, um die genaue erforderliche Blip-Dauer zu berechnen. Einige Systeme ermöglichen die Anpassung der Blip-Intensität durch elektronische Programmierung. Die Installation an Motorrädern beinhaltet typischerweise das Anschließen an den Kupplungshebel-Sensor, während eigenständige Motorrad-Blipper häufig die Original-Kupplungsmulde durch eine integrierte Sensor-Einheit ersetzen.

Der Begriff 'Blipper' spiegelt das kurze, scharfe Geräusch des Drosselklappen-Blips selbst wider: ein Millisekunden-Stoß hoher Drehzahl, der ein hörbares Knallen aus dem Auspuff erzeugt. Fahrer und Ingenieure sprechen umgangssprachlich davon, einen Blipper hinzuzufügen oder beim Herunterschalten zu blippeln, um denselben Vorgang zu bezeichnen. Das Gerät wird manchmal auch 'Schleifkupplung-Steuermodul' genannt, wenn es die Schleifkupplung-Betätigung parallel zum Drosselklappen-Blipping moduliert, obwohl dies zwei separate Systeme vermischt.

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