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Bergbau und Gewinnung

Fördermeister

Englisch: browman

Arbeiter, der die Förderkörbel an der Schachtöffnung beaufsichtigt.

Browman: Schachtförderkorb-Führer und Sicherheitsverantwortlicher

Der Browman steht an der Schachtanlage oben, bedient die Förderkorb-Winde und kontrolliert den Personentransport sowie die Erzförderung zwischen Oberfläche und Untergrund. Diese Person steuert die Winde, verwaltet das Beladen der Körbe und sorgt für sichere Auf- und Abfahrten im Schacht. In vielen Betrieben ist der Browman auch für die Brow zuständig, die Plattform oder das Gerüst oben an der Schachtmündung, wo Körbe geleert und beladen werden. Die Tätigkeit erfordert ständige Aufmerksamkeit: Der Browman muss sich über Signalsysteme mit den Untergrund-Mannschaften abstimmen, überprüfen, dass die Förderkorb-Kapazität nicht überschritten wird, und auf mechanische Fehler oder Hindernis achten.

Der Browman arbeitet üblicherweise von einer kleinen Kabine oder Kontrollposition aus, von der er den Schacht überblickt. In älteren Tiefgruben wurden Signale durch Glockencodes, Seilzüge oder Druckluftpfeifen übertragen; der Browman musste diese richtig deuten und sofort handeln. Moderne Betriebe nutzen Telefone oder Sprechfunkanlagen, aber viele Browmen verlassen sich noch auf Sichtzeichen, da Stromversorgung ausfallen kann. Der Browman verwaltet auch das Personal an der Oberfläche, leitet den Verkehr auf der Brow und stellt sicher, dass Bergleute sich von beweglicher Maschine fernhalten, bevor Förderkorbe hochgefahren oder herabgelassen werden.

Varianten und regionale Bezeichnungen

Der Browman ist je nach Region und Grubentyp unter verschiedenen Namen bekannt. In schottischen Gruben hieß diese Rolle manchmal Ropeman oder Banksman. Amerikanische Kohlengruben verwendeten die Begriffe Hoist Operator oder Cage Tender. Der Begriff Browman selbst erscheint am häufigsten in englischen und walisischen Bergbauunterlagen, besonders in Tiefkohlegruben, wo die Brow eine stattliche Plattformkonstruktion war. In kleineren Betrieben oder flacheren Gruben konnte die Browman-Arbeit mit den Aufgaben eines Obermanns oder Ingenieurs zusammengefasst sein.

Die Sicherheit liegt voll in der Verantwortung des Browman. Überladene Körbe, blockierte Mechanismen oder Missverständnisse zwischen Oberfläche und Untergrund haben zu Einstürzen und Todesfällen geführt. Ein Browman, der ein Seilsignal ignorierte oder Korbsicherungen nicht prüfte, riskierte eine Katastrophe. Versicherungsunterlagen und Bergbauvorschriften betonen die rechtliche Haftung des Browman; in vielen Rechtsgebieten musste der Browman ein Befähigungszeugnis haben und konnte strafrechtlich verfolgt werden, wenn Nachlässigkeit zu einem Unfall beitrug.

Der Browman nahm eine Mittelstellung in der Grubenhierarchie ein: qualifiziert genug, um mechanische Ausrüstung zu bedienen und mehrere Arbeiter zu leiten, aber nicht formal als Ingenieur oder Manager ausgebildet. Der Lohn spiegelte dies wider: besser als Untertagarbeiter, aber weniger als Ingenieure oder Grubenbetriebsleiter. Als elektrische Winden und automatisierte Korbsysteme im zwanzigsten Jahrhundert Standard wurden, entwickelte sich die Rolle weiter; später mussten Browmen Stromkreise und mechanische Regler verstehen, nicht nur Signale und Seilhandhabung. In Gruben, die früh mechanisieren ließen, verengte sich die Browman-Arbeit auf eine reine Aufsichtsfunktion oder wurde in die Aufgaben des Maschinenwerkers integriert.

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