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Bergbau und Gewinnung

Canch

Englisch: canch

Ein oberer oder unterer Steinteil, der entfernt wird, um einen Gefälleübergang zwischen Abbaubereichen zu schaffen.

Canch: Abraumstein, der zum Anlegen von Arbeitsflächen abgebaut wird

Ein Canch ist eine Schicht oder ein Streifen von Abraum, Kohle oder schwachem Gestein, das gezielt abgebaut und verworfen wird, um einen Gefällebereich oder eine Übergangsfläche zwischen verschiedenen Abbauebenen im Tagebau oder im Untertagebau zu schaffen. Anstatt auf einer einzigen Höhe zu arbeiten, bauen Bergleute einen Canch ab, um eine geneigte Oberfläche zu schaffen, die Bänke verbindet, Entwässerung ermöglicht oder einen sicheren Zugang zwischen Arbeitsflächen in verschiedenen Höhen bietet.

Der Begriff ist vor allem im Kohlebergbau verbreitet, besonders in britischen und europäischen Gruben, wo ein Canch produktive Flöze trennen oder die Abbaufläche mit Förderstrecken verbinden kann. Das abgebaute Material ist Abraum, kann aber manchmal dünne, unwirtschaftliche Kohle oder Gestein von Grenzwert enthalten. Die Abmessungen richten sich nach der Geometrie der Grube und dem erforderlichen Gefälle: ein typischer Canch kann vertikal 2 bis 5 Meter umfassen und in Winkeln zwischen 15 und 35 Grad ansteigen, je nach Stabilität des Gesteins und der Belastung, die es tragen muss.

Ein Canch löst praktische Probleme beim gestuften Abbau. Ohne ihn würden Bergleute auf einer ebenen Fläche in einer Höhe arbeiten und dann plötzlich zu einer anderen wechseln; ein Canch überbrückt diese Lücke. Er verbessert auch die Wasserdrainage, was im Untertagebau entscheidend ist, da Stauungen sowohl ein Sicherheits- als auch ein Betriebsrisiko darstellen. In manchen Fällen wird ein Canch gezielt angelegt, um von der oberen Grenze eines Flözes zur unteren Grenze eines anderen zu wechseln, was ihn zu einem bewusst geplanten Merkmal des Grubenplans statt zu einem zufälligen Abraum macht.

Die Etymologie des Wortes selbst ist unklar, es ist aber in Bergbautermini in ganz Großbritannien belegt und hat Varianten in schottischen und nordengländischen Dialekten. Seine Verwendung hat mit der Schließung von Tiefkohlegruben abgenommen, die Praxis bleibt aber bei großen Tagebaubetrieben und im Hartgesteinsbergbau relevant, wo Bänkung Standardpraxis ist. Im modernen Bergbau wird das Konzept oft als Rampe oder Zufahrtsböschung bezeichnet, wobei diese Begriffe etwas andere Konnotationen in Bezug auf Fahrzeugzufahrt statt Arbeitserleichterung haben.

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