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Bergbau und Gewinnung

Abraumarbeiter

Englisch: caver

Arbeiter, der die Tailings einer Grube aufarbeitet, um kleine Teile abbauwürdiger Erze zu gewinnen.

Caver: Schürer, der Abraum aus stillgelegten Bergwerken verarbeitet

Ein Caver war ein Arbeiter, meist ohne feste Anstellung oder selbstständig tätig, der die Abraumhalden oder Deponien eines etablierten Bergwerks durcharbeitete, um kleine Erzbrocken zu gewinnen, die bei der ersten Gewinnung übersehen oder als unwirtschaftlich aufgegeben worden waren. Die Arbeit war reine Handarbeit: Gestein mit Hammer und Meißel durchsuchen, mit Auge und Hand sortieren und das gewonnene Material an Schmelzer oder Erzhändler verkaufen. Schürer arbeiteten mit so geringen Margen, dass ihre Arbeitskosten nahezu null sein mussten, weshalb diese Tätigkeit in wirtschaftlichen Notzeiten die letzte Zuflucht darstellte.

Die Praxis blühte im 19. und frühen 20. Jahrhundert auf, besonders in Hartgesteinbergbau-Regionen mit ungleichmäßigen Erzgehalten und primitiver Aufbereitungstechnik. Ein Schürer konnte allein oder in kleinen Gruppen arbeiten, oft ohne Erlaubnis des Bergwerksbetreibers, und behandelte die Halden als Gemeingut. Manche Gruben duldeten Schürer als Form der kostenlosen Aufbereitung, andere vertrieben sie aktiv. Die Arbeit war saisonal und unregelmäßig und stieg, wenn Erzpreise stiegen und Erzhändler bereit waren, Material niedrigerer Qualität anzunehmen.

Schürer zielten auf Abraumhalden von Kupfer-, Zinn-, Blei- und Edelmetallbergwerken ab. Sie nutzten Schwerkrafttrennung, zerlegten größere Steine, um an Erz-adern oder verteilte Minerale zu gelangen, und wuschen oder wäscherten dann, um schwerere Partikel anzureichern. Das gewonnene Erz war selten rein; es ging an kleine Schmelzer oder Raffinieren, die daran gewöhnt waren, heterogenes Material zu verarbeiten. Ein erfolgreicher Schürer konnte 5 bis 15 Prozent zusätzliches Material aus einer Halde extrahieren, die der Primärbetrieb als ausgelaugt abgeschrieben hatte.

Der Begriff verschwand rapide, nachdem mechanisierte Mahlanlagen Standard wurden und Bergbauunternehmen Halden systematischer erfassten und bewerteten. Um Mitte des 20. Jahrhunderts waren Schürer aus formalisierten Bergbaulandschaften weitgehend verschwunden, obwohl die Praxis in handwerklichen und kleineren Betrieben in manchen Regionen fortbestand. Modernes Heap-Leaching und Haldenaufbereitung haben die langsame Handarbeit des Schürers obsolet gemacht, wobei die wirtschaftliche Logik bleibt: Wo Abfall verwertbaren Wert enthält und Arbeit günstig ist, wird jemand versuchen, ihn zu gewinnen.

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