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Bergbau und Gewinnung

Trichterkaste

Englisch: funnel box

Vorrichtung zum Auffangen von feingemahlener Erz aus Wasser.

Trichterkaste: Schwerkrafttrenner für feines Erz in Wasser

Eine Trichterkaste ist ein Absetzbehälter, der in der Erzaufbereitung zur Trennung feiner Mineralteilchen vom Trägerwasser eingesetzt wird. Die zerkleinerte Erzaufschlämmung tritt in die Kaste ein, wo schwerere Teilchen auf dem kegelförmigen Boden absinken, während klares Wasser von oben überläuft oder abfließt. Das Gerät ist einfach und passiv, leistet selbst keine Arbeit und verlässt sich ganz auf den Gewichtsunterschied zwischen Erz und Wasser für die Trennung.

Die Geometrie ist entscheidend. Der Behälter verbreitert sich vom engen Einlauf zu einem breiten Absetzbereich und verjüngt sich dann zu einem Entladekegel an der Basis, typischerweise unter einem Winkel von 45 bis 60 Grad. Diese Form ermöglicht Absetzzeit im breiten Bereich und vermeidet tote Ecken, wo Aufschlämmung stillstehen kann. Kästen werden normalerweise aus Holz, Stahl oder Beton hergestellt; ältere Mühlenanlagen verwendeten häufig ausgekleidetes Holz. Die Größen reichen von kleinen Laboreinheiten mit 10 bis 20 Litern bis zu Industriebehältern, die mehrere Tonnen pro Stunde Feststoffe verarbeiten, je nach Rohstoffqualität und gewünschter Ausbeute.

Die Effizienz hängt von der Teilchengröße und dem Dichtegegensatz ab. Gröbere Teilchen sinken schnell ab; Material feiner als 100er Mesh (150 Mikrometer) kann bei kurzem Verweilzeitintervall oder wenn das Erz nicht ungewöhnlich dicht ist, in den Überlauf gelangen. Gold-, Blei- und Kupfererze funktionieren gut. Leichte Minerale und Ton verlangsamen das Absinken und trüben die Entladung. Die Zuführungsrate, Wassertemperatur und Teilchenverteilung beeinflussen alle, wie sauber die Trennung abläuft.

Häufige Probleme und Anordnung

Trichterkästen verstopfen, wenn die Aufschlämmung dicker wird oder der Tongehalt ansteigt. Überläufe verstopfen leicht; regelmäßiges Spülen ist erforderlich. Der Konusboden kann Wasser einschließen, auch nach der Entladung, was zu einer Verdünnung der nächsten Charge führt. In der Schaltung sitzen sie stromabwärts von Primärbrechern und Sieben, vor weiteren Konzentrationsstufen. Sie werden oft mit nachfolgenden Klassierern oder Verdickern gekoppelt, die feineres Material handhaben.

Der Name beschreibt die Form, nicht die Funktion. Das Gerät wird in älteren Texten manchmal Absetzkaste oder Fangkaste genannt. Es wurde in modernen Mühlen weitgehend durch mechanische Klassiere und Hydrozyklone abgelöst, bleibt aber in Gebrauch, wo niedrige Kapitalkosten und einfache Wartung wichtiger sind als Präzision, besonders bei kleinen oder handwerklichen Betrieben.

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