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Forst und Holz

Kettensäge

Englisch: chainsaw

Eine Motorsäge mit einer motorgetriebenen und schnell rotierenden Kette mit Metallzähnen, üblicherweise zum Fällen von Bäumen verwendet.

Kettensäge: tragbare Säge mit rotierender gezahnter Kette

Eine Kettensäge ist ein tragbares Elektrowerkzeug, das Holz mit einer endlosen Schleife scharfer Stahlzähne schneidet, die auf einer Schiene montiert sind. Die Kette rotiert mit hoher Geschwindigkeit, typischerweise 50 bis 80 Kilometer pro Stunde, angetrieben durch einen kleinen Motor (Zweitakt-Benziner oder Elektromotor) oder ein Hydrauliksystem. Die Zähne sind gewinkelt und geschliffen, um Holzfasern zu durchschneiden, während die Kette in eine Richtung um die Schiene läuft. Die meisten modernen Kettensägen wiegen zwischen 3,5 und 5,5 Kilogramm und haben Schienen mit Längen von 25 bis 60 Zentimetern, obwohl Industriemodelle erheblich größer sein können.

Kettensägen-Zähne, Schneiden genannt, müssen regelmäßig geschärft und gepflegt werden. Jede Schneide hat einen Tiefenlehrstab davor, der begrenzt, wie viel Holz der Zahn in einem Durchgang fassen kann. Eine unsachgemäße Tiefenlehreinstellung führt dazu, dass die Säge entweder mit Sägemehl verstopft oder das Holz aufreißt, statt es sauber zu schneiden. Die Kette selbst läuft auf einer Schiene, die durch Öl geschmiert wird, und unzureichende Ölzufuhr ist eine der häufigsten Ursachen für vorzeitigen Verschleiß und Überhitzung. Zweitakt-Motoren benötigen Kraftstoffgemisch (Benzin und Zweitakt-Öl im richtigen Verhältnis), während Elektromodelle diese Anforderung entfallen lassen, aber Kraft gegen Komfort eintauschen.

Ausführungen und Anwendungen

Benzin-Kettensägen dominieren in Forstwirtschaft und Baumpflege, weil sie das beste Leistungs-Gewichts-Verhältnis liefern und ohne Kabelbegrenzung arbeiten. Elektrische Kettensägen, sowohl mit Netzkabel als auch mit Akku, werden zunehmend für Privat- und leichte Gewerbetätigkeiten eingesetzt. Benzin-Modelle reichen von 30 Kubikzentimetern Hubraum für Schnittarbeiten bis zu über 100 Kubikzentimetern für das Fällen großer Bäume. Hydraulik-Kettensägen, montiert auf Auslegern an forstwirtschaftlichen Maschinen, werden bei mechanisierter Holzernte eingesetzt und können nicht frei von Hand bewegt werden.

Die hauptsächlichen Gefahren sind Rückschlag, bei dem die rotierende Kette die Säge oder das Werkstück plötzlich auf den Bediener wirft, und Kontrollverlust während des Schneidens. Moderne Kettensägen verfügen über Sicherheitsvorrichtungen wie Kettenbremsen (aktiviert durch Handschutzberührung oder Zentrifugalkraft), Drosselklappenverriegelungen und Vibrationsdämpfungssysteme. Persönliche Schutzausrüstung, besonders Schnittschutzhosen und Helme mit Gesichtsschutz, ist unerlässlich. Die Schnittrichtung und die Kettenrotationsgeschwindigkeit bedeuten, dass bereits kurzer Kontakt mit der rotierenden Kette zu schweren Schnittverletzungen führt.

Der Begriff Kettensäge ergibt sich unmittelbar aus der Kette mit Zähnen, die den Schnitt ausführt. Das Werkzeug entstand in den 1920er Jahren als mechanische Verbesserung gegenüber früheren Bogensägen und Hubsägen. Es wurde nach 1945 dominant in der Forstwirtschaft, insbesondere nach Einführung der Stihl MS 180 (1971) und ähnlicher Profimodelle, die leichte Magnesiumrahmen mit Zweitakt-Motoren kombinierten. Heute bleibt die Kettensägenarbeit ein Fachhandwerk, das Schulung in Fälltechnik, Wartung und Sicherheitsprotokolle erfordert.

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