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Forst und Holz

Rückeschneise

Englisch: drag path

Ein Rückeweg oder eine Rückestraße; ein enger, vorübergehender Weg, der von Forstmaschinen (Schleppern) geschaffen oder benutzt wird, um gefällte Bäume oder Stämme vom Fällort zum Sammelplatz zu transportieren.

Rückegasse: die Spur, die ein Skidder beim Holzrücken in den Waldboden schneidet

Eine Rückegasse ist eine temporäre Fahrspur, die durch wiederholte Fahrten eines Skidders in den Waldboden geschnitten oder verdichtet wird. Der Skidder, üblicherweise eine Raupe oder ein Radfahrzeug mit Winde und Greifer, zieht Holz von der Fällstelle (Stumpf) zu einem zentralen Lagerplatz, wo das Holz sortiert, aufgearbeitet und verladen wird. Die Gasse existiert nur während des Ernteeinsatzes; je nach Standortbedingungen und Nachbehandlung kann sie sich regenerieren oder als verdichteter Boden erhalten bleiben.

Rückegassen unterscheiden sich von permanenten Forststraßen in Bauweise und Lebensdauer. Eine Forststraße wird Jahre lang befahren und erhält typischerweise Abplanierung oder Deckmaterial. Eine Rückegasse ist ungeplant: Sie entsteht von selbst durch Maschinenverkehr, bleibt unausgebaut und verschwindet nach dem Einsatz. Forstleute unterscheiden sie deshalb, weil Rückegassen weniger Erosionsrisiko und Umweltbelastung verursachen als angelegte Straßen, aber mehr als unberührter Wald. Der Abstand zwischen Rückegassen beeinflusst Produktivität und Bodenschaden; Maschinen, die halbe Stämme rücken, fahren schneller und verdichten weniger pro Hektar geernteter Fläche.

Tatsächliche Breite und Tiefe hängen von Maschinengröße, Bodenart und Holzgewicht ab. Eine Raupe, die 8 bis 12 Tonnen Holz über feuchten Ton rückt, schneidet innerhalb weniger Fahrten eine sichtbare Furche von 2 bis 4 Metern Breite und 0,3 bis 0,6 Metern Tiefe. Sandige oder gut entwässerte Böden erholen sich schneller; gesättigte Böden können Monate oder Jahre lang aufgerissen bleiben. Felskuppen und Baumwurzeln bieten natürliche Verstärkung und verringern Spurtiefe. Steile Hänge verstärken Schäden, da Maschinen stärker arbeiten müssen und Holz rutscht, was die Gasse verbreitert und Bodenrutschungen fördert.

Warum die Bezeichnung in der Planung wichtig ist

Forstleute verwenden "Rückegasse", um zu signalisieren, dass die Strecke temporär ist und niedrigere Konstruktionsstandards als eine Rückstraße hat. Diese Unterscheidung beeinflusst die Planung: Rückegassen müssen nur während des Einsatzes befahrbar sein und werden oft nicht verbreitert, gewölbt oder mit Durchlässen ausgestattet. Allerdings kann der Begriff echte Schäden verdecken; eine Rückegasse an einem Hang mit schlechten Böden kann nach der Ernte erheblich erodieren und Sediment in Gewässer einspülen. Moderne Forstvorschriften verlangen oft, Rückegassen zu markieren, optimal zu verteilen und nach Gebrauch zu sperren und zu stabilisieren.

Regionale Fachbegriffe unterscheiden sich: "Skiddertrasse", "Rückespur" und "Rückegasse" werden in der nordamerikanischen Forstwirtschaft oft gleichbedeutend verwendet, manche Regionen bevorzugen einen Term. Die Maschine, die sie nutzt (der Skidder), gibt der Gasse ihren Funktionsnamen. Ein gut geplanter Ernteeinsatz erstellt Karten der Rückegassen im Voraus, konzentriert Fällungen zur Reduzierung der Gassdichte und berücksichtigt Neigung, Bodentragfähigkeit und Wasserlauf. Schlechte Gassenplanung verschleudert Treibstoff und Maschinenzeit; zu viele Gassen schädigen den Standort und rufen Behördenkontrollen hervor.

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