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Landtechnik

Wiederkäuen

Englisch: chew the cud

Wiederkauen von Futter durch Wiederkäuer.

Wiederkäuen: wenn Wiederkäuer ihr Futter regurgitieren und erneut kauen

Wiederkäuen ist der Prozess, durch den Wiederkäuer, hauptsächlich Rinder, Schafe und Ziegen, faseriges Pflanzenmaterial durch einen Kreislauf aus Regurgitation und Mastikation aufbrechen. Das Tier befördert teilweise verdautes Futter aus dem Pansen (erste Magenkammer) zurück ins Maul, wo die Backenzähne es in kleinere Partikel zerkleinern, bevor es erneut geschluckt wird. Dieser Prozess ist wesentlich, weil das erste Schlucken schnell und unvollständig ist; der Pansen gärt das Material durch mikrobielle Aktivität, aber die mechanische Zerkleinerung durch die Zähne muss im Maul stattfinden, damit die Verdauung wirksam ist.

Zeitpunkt und Intensität des Wiederkäuens beeinflussen direkt die Futteraufwertung und die Milch- oder Fleischproduktion. Rinder verbringen normalerweise 4 bis 8 Stunden pro Tag damit, Futter wiederzukäuen, wobei Milchkühe oft im oberen Bereich liegen. Ein gesundes Wiederkäuer-Tier zeigt ein rhythmisches Kaumuster, üblicherweise 40 bis 60 Kieferbewegungen pro Bissen (die Kugel des regurgitierten Materials). Der Verlust von Wiederkäuverhalten oder ein starker Rückgang der Kauzeit deuten auf Krankheit, minderwertiges Raufutter oder Stress hin und sind daher ein wichtiger Beobachtungspunkt für Betriebsleiter bei der Überwachung der Herdenvitalität.

Futterteilchengröße und Futterart prägen das Wiederkäuverhalten. Langfasriges Raufutter, sei es Heu oder frische Weide, erfordert mehr Kauen als verarbeitete Futtermittel; pelletiertes oder fein gemahlenes Futter reduziert die Wiederkäuzeit erheblich und kann zu Pansenazidose führen, wenn der Raufutteranteil zu niedrig ist. Konstrukteure von Landmaschinen müssen dies berücksichtigen: mechanisch verarbeitete Futtermittel benötigen höhere Faserzusätze, um ausreichendes Wiederkäuen anzuregen, während traditionelle heubetonte Rationen das Verhalten von Natur aus auslösen.

Der Begriff selbst leitet sich vom Geräusch und Aussehen der Kieferbewegung des Tieres ab. Das Wort stammt aus altenglischen Ursprüngen und bleibt in der Landwirtschaftssprache verbreitet, weil Wiederkäuen sichtbar ist und leicht mit bloßem Auge überwacht werden kann. Seine Anwesenheit oder sein Fehlen gehört zu den ersten diagnostischen Kontrollen, die ein Tierarzt oder erfahrener Tierhalter durchführt, wenn die Gesundheit oder der Ernährungszustand von Wiederkäuern beurteilt wird.

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